17-jährige Schülerin bei Schwertangriff an einer Schule in Schweden getötet

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Bei einem Angriff mit einem Schwert an einem Gymnasium in Fagersta ist eine 17-jährige Schülerin getötet worden; drei weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei angeschossen und anschließend festgenommen, die Hintergründe der Tat sind noch ungeklärt.

Tathergang und Opfer

Nach Polizeiangaben drang ein 18-Jähriger am Freitag mit einem Schwert in das Gymnasium ein. Einsatzkräfte schossen den Angreifer an und nahmen ihn in Gewahrsam.

Rettungskräfte in einem Schulflur nach einem Einsatz
Einsatzkräfte und Polizei an einem Gymnasium nach dem Vorfall.

Zwei der Verletzten – ein zwölf- und ein 17-jähriger Schüler – erlitten schwere Verletzungen; einer von ihnen musste notoperiert werden. Eine weitere Person wurde leicht verletzt. Das Opfer, das starb, war eine Schülerin im Alter von 17 Jahren.

Ermittlungen laufen

Die Polizei durchsuchte laut Angaben zwei Adressen, die mit dem Beschuldigten in Verbindung stehen. Bisher seien rund 80 Personen vernommen worden.

Geplant ist demnach, nahezu das gesamte Schulpersonal sowie alle Schülerinnen und Schüler zu befragen. Insgesamt würden dafür fast 450 Menschen erreicht, teilte die zuständige Behörde mit.

Hintergrund des Täters und digitale Spuren

Schwedischen Medienberichten zufolge war der mutmaßliche Angreifer ein ehemaliger Schüler der Schule und bereits wegen Körperverletzung vorbestraft. Er soll einen Helm getragen und ein Schwert mitgeführt haben.

Smartphone mit Social-Media-App auf dem Display
Untersuchung digitaler Spuren und gelöschter Social-Media-Konten.

Ein TikTok-Konto, das nach Berichten der Polizei dem Beschuldigten zugeordnet wurde, wurde gelöscht. Die Nachrichtenagentur AFP habe Beiträge des Kanals vor der Löschung gesichtet; sie enthielten offenbar mehrere Videos mit Bezug zu Attacken an Schulen, der letzte Beitrag zeigte demnach ein Foto eines Schwertes.

Reaktionen vor Ort und Erinnerung an frühere Angriffe

Am Tatort legten Menschen Blumen und Kerzen nieder. Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson gedachte dort gemeinsam mit der Oppositionschefin Magdalena Andersson der Opfer.

Eine Schülerin des Gymnasiums, Minnea, sagte dem Sender SVT, es sei „schrecklich, sich vorzustellen, dass jemand, mit dem man am selben Tisch saß, plötzlich tot ist“. Die Atmosphäre an der Schule sei von Schock und Trauer geprägt.

Politisch und öffentlich setzt der Vorfall Erinnerungen an frühere Gewalttaten in Schweden frei. 2015 hatte ein rassistisch motivierter Angriff in Trollhättan mit einem Schwert mehrere Tote gefordert. Im Februar 2025 war ein ehemaliger Schüler in Örebro in ein Bildungszentrum eingedrungen und hatte zehn Menschen sowie sich selbst getötet; die Behörden nannten damals finanzielle und psychische Probleme als mögliche Faktoren. 2022 erstach ein 18-Jähriger in Malmö zwei Lehrerinnen.

dpa/AFP, jcst, daw

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