Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Nach dem Tod der Schauspielerin Hayden Panettiere kommen weitere Hinweise zu ihrer Beziehung mit Brian Hickerson und den Umständen ihres Todes ans Licht. Ermittler sammeln weiter Informationen, zeitgleich geben Medienberichte und Statements von Beteiligten neue Details preis.
Buchtour im Mai: Schutzanweisung gegen Hickerson
Laut der New York Times, die sich auf zwei anonyme Quellen beruft, engagierte Panettiere während ihrer Buchtour im Mai privaten Schutz. Demnach habe das Sicherheitspersonal die klare Anweisung erhalten, Brian Hickerson keinen Zutritt zu den Veranstaltungen zu gewähren.

Ob die Schauspielerin und Hickerson die Beziehung danach wieder aufnahmen, ist nicht abschließend geklärt. Fest steht nach bisherigen Berichten nur, dass Hickerson zum Zeitpunkt ihres Todes anwesend war.
Versuchte Wiederbelebung und Ermittlungsstand
Nach einer Schilderung von Zach Hickerson gegenüber dem Promi-Portal TMZ fanden die Brüder Panettiere schlafend vor und stellten bewusstlosigkeit fest. Zach zufolge verabreichte er der Schauspielerin das Notfallmittel Naloxon (Narcan), während sein Bruder den Notruf absetzte. Gemeinsam hätten sie Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt.

Auch der Polizeibericht bestätigt, dass Hickerson die Einsatzkräfte verständigt habe und sein Bruder sich in der Wohnung aufgehalten habe. Demnach zeigte Hickerson den Beamten einen Beutel mit den aktuell eingenommenen Medikamenten der Verstorbenen. Nach vorläufigen Ermittlungen gebe es keine Anzeichen für ein Verbrechen oder verdächtige Umstände, teilte die Polizei mit.
Hickerson äußerte sich zunächst über seinen Anwalt Sloan Ellis. Dieser betonte, dass der Tod noch untersucht werde und appellierte, die laufenden Ermittlungen nicht zu stören. Aus Respekt vor Panettieres Angehörigen würden derzeit keine weiteren Aussagen gemacht.
Karriere, Familie und offene Gespräche über Traumata
Hayden Panettiere, bekannt aus Serien wie „Heroes“ und „Nashville“ sowie aus Teilen der „Scream“-Reihe, starb am Sonntag, dem 16. August, im Alter von 36 Jahren in Greenville, South Carolina.
Sie hinterlässt eine Tochter, geboren 2014, die nach der Trennung der Eltern bei ihrem Vater, dem Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko, in Europa lebt. Klitschko veröffentlichte an dem Tag, an dem Panettiere 37 Jahre alt geworden wäre, einen Instagram-Post, in dem er ihres Lebens, ihres Geistes und der Liebe gedachte, die sie in die Welt gebracht habe. Der Post endet mit den Worten: „Happy Birthday, Hayden. Du wirst geliebt, du wirst vermisst und du wirst nie vergessen werden.“
Im Mai hatte Panettiere unter anderem im Podcast „On Purpose“ offen über Traumata gesprochen. In einer im Zusammenhang stehenden Biografie beschrieb sie Erfahrungen mit Alkoholsucht, Wochenbettdepression und familiären Problemen.
Vorwürfe gegen Neutrogena – Unternehmen reagiert
In dem Podcast warf Panettiere auch der Kosmetikmarke Neutrogena vor, nach ihren öffentlichen Äußerungen über Wochenbettdepression den Werbevertrag nicht verlängert zu haben. Diese Darstellung hatte nach ihrem Tod zu kritischen Reaktionen und Boykottaufrufen geführt.
Am Donnerstag äußerte sich Neutrogena erstmals offiziell: Dem Unternehmen zufolge war Panettiere über ein Jahrzehnt ein „geschätztes Mitglied“ der Marke, man sei stolz auf die Zusammenarbeit. Zugleich räumte die Firma ein, die Schauspielerin in einer schwierigen Phase nicht ausreichend unterstützt zu haben und kündigte an, mit einer „bedeutsamen Investition“ über eine Gesundheitsorganisation Hilfe zu leisten, beispielsweise für Frauen mit Wochenbettdepression.












