Charité-Streik: ver.di-Mitglieder votierten für Verhandlungsergebnis – Das Resultat
Am Donnertag haben die ver.di-Mitglieder an der Berliner Charité mit sehr großer Mehrheit für die Annahme des Verhandlungsergebnisses vom 20. Mai 2011 gestimmt. Die Auswertung der Befragung erbrachte eine Zustimmung von 75 Prozent für das Verhandlungsergebnis.
Auch die ver.di-Tarifkommission ist dem klaren Votum der Mitglieder gefolgt und hat sich ebenfalls für die Annahme des Verhandlungsergebnisses ausgesprochen. Unter Einhaltung der zwischen den Tarifvertragsparteien vereinbarten Erklärungsfrist bis zum 4. Juni 2011 werden dann die Redaktionsverhandlungen aufgenommen.
Am 20. Mai wurde in den Tarifverhandlungen für die Charité ein Verhandlungsergebnis erzielt, welches die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihren Mitgliedern zur Abstimmung stellte. Das erzielte Ergebnis wurde am Donnerstag angenommen.
Es wurde erreicht, dass die Beschäftigten bis zur Einkommensgruppe 9 (Funktionspflege bzw. Stationsleitungen) bis zum Dezember 2014 das Niveau des bundesweit geltenden Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes erreichen. Bereits zum 1. Juli 2011 erhalten die Beschäftigten 150 Euro pro Monat mehr. Zum 1. Juli 2012 kommen noch einmal 50 Euro dazu. Ab 2013 folgt eine prozentuale Anhebung, die sich an dem dann geltenden TVöD-Niveau orientiert. Zum 1. Juli 2013 liegt der Wert bei 96 Prozent, Juli 2014 sind es dann 97,5 Prozent und zum Dezember 2014 dann 100 Prozent.
Mit Vertragsunterzeichnung würden die Ost-Beschäftigten den gleichen Kündigungsschutz wie ihre Westkollegen erhalten: wer älter als 40 ist und mehr als 15 Jahre an der Charité arbeitet, wäre dann – wie jetzt auch die West-Beschäftigten – unkündbar. Außerdem konnte vereinbart werden, dass ab 2012 alle Beschäftigten die gleiche Jahressonderzahlung erhalten. Bislang bekommen Ost-Beschäftigte weniger Weihnachtsgeld als ihre West-Kollegen.
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