Gesundheit: Subjektive Gedächtnisstörung ist Anzeichen für Alzheimer-Erkrankung

Erstmals konnten Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Universitätsklinikums Bonn und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn nachweisen, dass schon bei nur subjektiv empfundenen Gedächtnisverschlechterungen Veränderungen in einer bestimmten Gehirnstruktur sichtbar sein können.

Diese Studie (publiziert in der aktuellen Ausgabe der Archives of General Psychiatry vom 1. August) stützt die Vermutung, dass die subjektive Gedächtnisstörung die erste Manifestation einer Alzheimer-Erkrankung sein kann. Dabei entwickelt zwar nicht jede Person mit subjektiven Gedächtnisstörungen eine Alzheimer-Erkrankung, aber fast jeder Patient mit Alzheimer entwickelt zunächst subjektive Gedächtnisstörungen.

Die Alzheimer-Erkrankung ist die häufigste Ursache der Demenz. Der Schlüssel zur Demenz-Prävention liegt in einer möglichst frühen Diagnose. Seit einigen Jahren ist gesichert, dass bei Personen, die bereits eine leichte objektive Gedächtnisstörung aufweisen, eine beginnende Alzheimer-Erkrankung mittels bildgebender Verfahren und Liquoruntersuchungen feststellbar ist. Noch besser wäre es jedoch, Hinweise auf eine solche Erkrankung in einem noch früheren Stadium festzustellen. Forscherinnen und Forscher aus Bonn und Berlin haben nun einen wichtigen Schritt auf diesem Weg getan: Sie fanden Hinweise auf Hirnfunktionsstörungen schon bei Personen, die lediglich eine subjektive Verschlechterung des Gedächtnisses spüren, ohne dass Minderleistungen in objektiven Verhaltensuntersuchungen schon nachweisbar wären.

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