GDL: Gelbe Karte für die Bahn AG – Freitag bundesweiter Bahnstreik!
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft die Lokomotivführer am Freiatg, den 25. Februar 2011 von 8.30 bis 11.30 Uhr zu einem weiteren bundesweiten Arbeitskampf auf. GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky dazu: „Damit zeigen wir den Arbeitgebern die gelbe Karte für ihr perfides Spiel auf Zeit“. Weselsky weiter: „Das Vergießen von Krokodilstränen und öffentliche Beteuerungen der Verhandlungsbereitschaft sind kein Ersatz für tragfähige Angebote.“ Es gibt keinen Streik bei der Berliner S-Bahn.
Von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffen sind erneut die Deutsche Bahn (DB) und die sechs großen Schienenpersonennahverkehrsunternehmen – G6 – (Abellio GmbH, Arriva Deutschland GmbH, BeNEX GmbH, Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, Veolia Verkehr GmbH und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen). Nicht gestreikt wird diesmal bei der S-Bahn Berlin: „Die Berliner S-Bahn kann ohnehin nur eingeschränkt fahren. Da wir angetreten sind, verantwortungsvoll mit unserer Streikmacht umzugehen, werden wir sie von den morgigen Arbeitskämpfen ausnehmen,“ so Weselsky.
Die GDL fordert einen Flächentarifvertrag für die Lokomotivführer in Deutschland. Damit soll ein einheitliches Mindesteinkommen auf dem Niveau des Marktführers DB erreicht werden. Bei der DB fordert die GDL fünf Prozent mehr Lohn. Zu den Kernforderungen im Flächentarifvertrag gehören auch eine Absicherung bei unverschuldetem Verlust der Fahrdiensttauglichkeit, beispielsweise nach Suiziden, und einheitliche Qualifizierungsstandards.
Die Auszählung der von der GDL eingeleiteten Urabstimmung erfolgt am 7. März 2011. Danach kommt es möglicherweise zum Dauerstreik.
Empfehlung für Reisende
Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor der Fahrt über die konkreten Auswirkungen des Streiks zu informieren. Hierfür ist ab sofort bis auf Weiteres unter 08000 99 66 33 eine kostenlose Servicenummer geschaltet. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +49 1805 334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Details sind auch unter www.bahn.de/aktuell oder für Nutzer von mobilen Endgeräten unter m.bahn.de/ris erhältlich.
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