Jeinstreik der GDL führt zu Unmut bei Bahn und Kunden

Berlin – Mittlerweile warten alle auf den von der GDL angekündigten Streik der Lokführer. Sogar die Bahn AG selbst. Für Bahnkunden bringt die Verschwiegenheitstaktik der GDL Ungewissheit darüber, wie man den Weg zur Arbeit nun planen soll. Zwar hat die Gewerkschaft deutlich gemacht, ihren Warnstreik 12 Stunden vorher anzukündigen, aber erwartet man von den Reisenden, dass die ihre Nacht am Radio verbringen?

Die Bevölkerung erwartet nach den vollmundigen Ankündigungen der GDL eine klare Durchsage. Und da man den Arbeitskampf nicht auf dem Rücken der Reisenden austragen will, haben die wohl auch ein Recht darauf zu erfahren, wie es weiter geht: „Streik oder kein Streik“.

Auch die Deutsche Bahn AG ist stinksauer. Diese hat keinerlei Verständnis für das jüngste Versteckspiel der GDL. „Die GDL führt die Kunden an der Nase herum“, sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber zu dem Hin und Her der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) am Wochenende. Die GDL hatte zugesagt, die Kunden rechtzeitig zu informieren, zunächst Warnstreiks ab Montag angekündigt und zuletzt alle im Unklaren gelassen.

Auch die Berliner S-Bahn vermeldet nur: „Keine Ahnung“. Derzeit liegen ihr keine konkreten Informationen vor.

Die GDL könnte ihre anfänglich gute Verhandlungsposition dadurch verlieren, dass sie durch ihr Schweigen die Reizschwelle in der Bevölkerung senkt. Sollten keine klaren Ansagen erfolgen, könnte ihr dieser Tage ein kalter Wind ins Gesicht blasen.

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