Mann aus Angola durch Messerstiche verletzt – Spur führte in Gerhart-Hauptmann-Schule
Friedrichshain-Kreuzberg – Am Montag wurde bei einer Auseinandersetzung an der Straßenkreuzung Ohlauer/Reichenberger Straße ein 39-jähriger Mann aus Angola durch Messerstiche schwer verletzt. Ein 23-jähriger Mann aus dem Tschad soll die Tat begangen haben.
Nach Polizeiangaben gerieten gegen 22 Uhr fünf Personen in Streit, in dessen Verlauf das Opfer mit einem Messer in den Oberkörper gestochen wurde. Der Schwerverletzte wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Beteiligten liefen anschließend in das als Flüchtlings-Unterkunft genutzte ehemalige Schulgebäude der Gerhart-Hauptmann-Schule.
Die Polizei suchte wenig später in dem Schulgebäude nach den Tatbeteiligten. Man befürchtete auch, dass die Auseinandersetzung dort fortgesetzt werden würde. Zur Unterstützung wurden Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos hinzugezogen.
Es wurde ein 23-jähriger Mann aus dem Tschad mit nicht lebensbedrohlichen Schnittverletzungen gefunden und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen den 23-Jährigen, der im Anschluss an die ambulante Behandlung festgenommen wurde. Die Polizei endeckte neben Blutspuren auch ein Messer im Tatortbereich. Dies wurde als mögliches Tatwerkzeug sichergestellt. Nun hat die Mordkommission die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags übernommen.
Laut Polizei trafen während der Ermittlungsmaßnahmen am Tatort etwa 100 Personen an den polizeilichen Absperrungen ein und bedrängten und beschimpften die Beamten. Es wurden mehrere Anzeigen wegen Widerstandes, Körperverletzung und Beleidigung gefertigt.