Messerstiche gegen Austauschschüler – Polizei sucht Täter mit Phantombildern

Messerstiche gegen Austauschschüler – Polizei sucht Täter mit Phantombildern

Kurz nach Mitternacht des 2. Januar fügte ein Autofahrer einem jugendlichen Fußgänger in Kreuzberg lebensbedrohliche Stichverletzungen zu. Der 16-Jährige gehörte zu einer fünfköpfigen Gruppe bolivianischer Austauschschüler. Nun erhofft sich die Polizei Hinweise durch die Veröffentlichung von Phantombildern.

Laut Polizei fühlte sich der Autofahrer, der auf der Straße Hallesches Ufer in Fahrtrichtung Potsdamer Platz unterwegs war, von dem Jugendlichen an der Weiterfahrt gehindert, als dieser auf Höhe des Bahnhofs Hallesches Tor die Straße überquerte. Zunächst entstand ein Wortgefecht, in dessen Verlauf der Autofahrer aus dem Wagen gestiegen war. Dann schlug er den 16-Jährigen und fügte dem Opfer mit einem Messer lebensgefährliche Verletzungen zu.

Phantombild des Täters

Phantombild des Täters

Nun hoffen die Ermittler mit der Veröffentlichung von Phantombildern und der Auslobung einer Belohnung auf Hinweise aus der Bevölkerung zu diesem versuchten Tötungsdelikt. Die Phantombilder wurden mit Hilfe von Zeugen angefertigt und sollen ein und denselben Tatverdächtigen zeigen. Welches der beiden Bilder dem Täter ähnlicher sieht ist derzeit nicht bekannt. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und Festnahme des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 2.500 Euro ausgelobt.

Zusammen mit dem Tatverdächtigen befanden sich offenbar drei ebenfalls südländische Frauen im Fahrzeug. Diese sollen während des Streits auch ausgestiegen sein. Die Frauen waren 25 – 30 Jahre alt, zwei trugen Kopftücher, und eine dritte Frau hatte blonde, lange, lockige Haare. Nach der Tat stiegen alle wieder in das Auto ein und flüchteten.

Laut Zeugenaussagen könnte es sich bei dem Fluchtwagen um einen viertürigen, hellen Wagen wie ein „Peugeot 207“ handeln. Dieses Auto hatte auffällig glänzende, neu wirkende Felgen.

Hinweise nimmt die 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911222 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Foto: Berliner Polizei