Kommissar „Schneefall“ überführt Autobrandstifter
In ihrer Pressemitteilung macht die Polizei Kommissar „Schneefall“ für den Fahndungserfolg verantwortlich. Dazu kam noch ein Schuss jugendlicher Gedankenlosigkeit, der die Autobranstifter letztlich überführte.
In der vergangenen Nacht kam es zur Festnahme zweier junger Männer, die im Verdacht stehen, in Hellersdorf mehrere Fahrzeuge in Brand gesteckt zu haben.
Ein Anwohner bemerkte gegen Mitternacht zwei Gestalten, die sich an einem in der Alten Hellersdorfer Straße geparkten „Toyota“ zu schaffen machten. Dabei bückte sich auch einer der beiden Unbekannten am Heck des Wagens, bevor sich das Duo kurz darauf fluchtartig entfernte. Der Zeuge sah dann an dem Hinterrad Qualm aufsteigen und löschte den Schwelbrand, der nur geringen Schaden verursachte, mit Schnee. An dem Rad wurden Reste eines Grillanzünders gefunden.
Bei der späteren Suche in der Umgebung stellten die alarmierten Polizisten im Havelländer Ring einen brennenden Transporter der Marke „Nissan“ fest und bekämpften die Flammen im Innenraum mit einem Feuerlöscher. In der Nähe stand ein weiterer Lastwagen. Dessen linker Hinterreifen sowie Radkasten durch ein Feuer beschädigt wurde. Auch hier reichte der Einsatz eines Feuerlöschers aus, um die Flammen zu ersticken. In der Eisenacher Straße brannte ein abgestellter „Nissan Micra“ vollständig aus. Durch die Hitzestrahlung wurde ein daneben stehender „Ford Fiesta“ am Heck beschädigt. Bei allen Bränden kam kein Menschen zu Schaden.
In der Zwischenzeit beobachteten weitere Anwohner wiederum zwei Personen, die vor einer Garage mehrere verdächtige Gegenstände ablegten, und informierten die Polizei. Wegen der Schuhabdruckspuren im Schnee war es nun ein Leichtes, die zwei Verdächtigen zu verfolgen, die sich in eine Gaststätte in der Alten Hellersdorfer Straße begeben hatten. Dort nahmen die Beamten die zwei Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren fest, auf die auch die Täterbeschreibung passte.
Die beiden Jugendlichen müssen sich nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung verantworten und wurden dem zuständigen Brandkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt, das auch eine richterliche Vorführung prüft. Eine politische Tatmotivation ist nach Polizeiangaben derzeit nicht erkennbar.