Alt-Cölln: Neues innerstädtisches Quartier am Petriplatz
Südlich des künftigen Humboldtforums, rund um den wieder neu entstehenden Petriplatz soll ein dichtes innerstädtisches Quartier entstehen. Der Senat hat am Dienstag auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer den Bebauungsplan den historischen Kern von Alt-Cölln um die Gertraudenstraße und die Breite Straße beschlossen.
Das Gebiet wird von einer Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Hauptstadteinrichtungen und kulturellen Nutzungen geprägt sein. Diese ist für die Berliner Innenstadt typisch. Mit der Aufgabe des früheren DDR-Bauministeriums und der Reduzierung von überdimensionierten Verkehrs- und Parkplatzflächen sind hier attraktive Flächen für eine Neubebauung entstanden. Das Projekt ist der erste große Baustein für die attraktive Neugestaltung im Bereich der historischen Mitte.
Die in diesem Kernbereich der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin – Cölln noch vorhandenen historischen Gebäude und die in den letzten Jahren ausge¬grabenen Fundamente der Petrikirche und der Cöllnischen Lateinschule sollen als Zeugnisse der frühen Stadtgeschichte in einen städtischen Zusammenhang eingebunden werden. Das ist Ziel der Planung.
Die Gertraudenstraße und die Breite Straße sollen unter Berücksichtigung der verkehrlichen Anforderungen wieder in das Stadtgefüge eingebettet werden. Dazu gehört eine innenstadttypische Randbebauung. Diese soll sich an historischen Blockstrukturen und Gebäudehöhen orientieren und verloren gegangene Bezüge des Stadtgrundrisses aufgreifen.
Entlang der verkehrsbelasteten Gertraudenstraße sind beiderseits des wiedergewonne¬nen Petriplatzes überwiegend Büro- und Geschäftsnutzungen vorgesehen. Nördlich der Scharrenstraße ermöglicht der Bebauungsplan dagegen ein städtisch gemischtes Baugebiet. Hier sollen zwischen Breiter Straße und Brüderstraße entlang einer Fußgängerpassage vor allem Wohnungen entstehen, aber auch Geschäfte, Restaurants und Büros.
Die denkmalgeschützten Gebäude an der Breiten Straße, an der Brüderstraße und an der alten Gertraudenbrücke sind in das Konzept des Bebauungsplans integriert. Sie geben den Maßstab für die Neubebauung vor. Die vorhandene Wohnbebauung, die einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leistet, bleibt erhalten.
Die Neugestaltung der Straßenräume im Plangebiet ist bereits abgeschlossen oder zurzeit im Bau.
Der Bebauungsplan wird jetzt dem Abgeordnetenhaus zur Zustimmung vorgelegt.
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