Elfjähriger Spendenbetrüger attackiert Polizisten mit Laserstrahl
Völlig aggressiv verhielt sich ein junger Bursche, der von einem Wachpolizisten in Mitte festgehalten wurde. Es bestand der Verdacht, dass dieser unerlaubt gebettelt hatte. Das Kind attackierte den Beamtem bei seiner Festnahme mit einem Laserpointer.
Ein Angestellter des Zentralen Objektschutzes, der zur Bewachung der US-Botschaft am Pariser Platz Streife lief, bemerkte gegen Mittag einen Jungen, der mit einer angeblichen Spendenliste unterwegs war. Nach Polizeiangaben kam es offensichtlich zu einem Sammelbetrug, wobei eine Person abgezockt wurde. Deshalb lief der Objektschützer dem Jungen nach, hielt ihn in der Ebertstraße fest und forderte einen Funkwagen an.
Aber noch bevor der Streifenwagen eingetroffen waren, entwickelte sich ein Gerangel, bei dem der Elfjährige einen Laserpointer aus der Tasche holte und dem 43-Jährigen damit in das Auge strahlte. Trotz der Attacke ließ der Polizist den Jungen nicht los und übergab ihn der Besatzung eines Streifenwagens. Der Rettungsdienst brachte den am rechten Auge verletzten Polizeiangestellten anschließend in eine Klinik, in der er ambulant wegen einer Reizung der Bindehaut behandelt wurde. Nach der ärztlichen Versorgung beendete er seinen Dienst.
Das festgehaltene Kind, das in Berlin über keinen festen Wohnsitz verfügt und dessen Eltern nicht ermittelt werden konnten, wurde dem Kindernotdienst übergeben. Trotz der Strafunmündigkeit des Minderjährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verdachts des Sammelbetruges eingeleitet.
Foto: Archivbild