SEK knöpft sich 73-jährigen Revolverhelden vor
Mitte – Am Mittwoch rückte das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus, um einem 73-jährigen Mann seinen Revolver abzunehmen. Der hatte damit vor einem Pfleger herum gefuchtelt und diesem gedroht, ihn zu erschiessen. Doch es kam anders.
Alles begann damit, dass ein 20 Jahre alter Mitarbeiter eines Pflegedienstes gegen Mittag die Einkäufe in die Wohnung einer 59-Jährigen in die Linienstraße brachte. Als er ihr wenig später versehentlich zu viel Wechselgeld herausgab und dieses zurückverlangte, rief die Frau nach ihrem 73 Jahre alten Mitbewohner.
Der Mann drohte sogleich mit einer Schusswaffe und forderte den jungen Mann auf, die Wohnung zu verlassen, andernfalls werde er ihn erschießen. Der Aufforderung kam der 20-Jährige gern nach und erstattete laut Polizei gegen 16.30 Uhr Anzeige wegen einer Bedrohung.
Gegen 18.30 Uhr klopfte daraufhin das SEK an der Wohnungstür des Seniors. Der 73-Jährige öffnete die Tür und sagte den Polizisten sofort, wo die Waffe lag. Die Beamten stellten dann jedoch fest, dass es sich bei der Waffe um einen Schreckschussrevolver handelte.