Razzia gegen Drogendealer – Heroinkugeln im Erdbunker gefunden

Razzia gegen Drogendealer – Heroinkugeln im Erdbunker gefunden

Der Razzia gingen intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin und des Landeskriminalamtes voraus. Am Mittwoch schnappte die Falle dann zu. Die Polizei vollstreckte mehrere Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle.

Die Recherchen dauerten schon mehrere Wochen an. Dabei fanden die Beamten raus, dass fünf Männer und zwei Frauen arbeitsteilig in mehr als 1.000 Fällen den Verkauf von Betäubungsmitteln in der U- und S-Bahn organisiert haben. Davon betroffen waren insbesondere der Bahnhof Heidelberger Platz an der Linie U3 sowie zahlreiche Stationen entlang der U-Bahnlinie 7 zwischen Fehrbelliner Platz und Gneisenaustraße sowie die S-Bahnlinie 1 von Friedenau bis Wollankstraße.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Polizei führte ein 33-Jähriger die Gruppe an, erteilte Anweisungen und organisierte den Nachschub. Ein 27-Jähriger war ebenfalls für die Beschaffung des Heroins sowie dessen Verpackung und Deponierung verantwortlich. Als Haupthändler konnte ein 28-Jähriger ermittelt werden, der die Drogen zum Verkauf an weitere Dealer weitergab und dabei auch von einem 26-Jährigen unterstützt wurde. Bei der Verkaufsvorbereitung und der Verteilung hatten zudem zwei Frauen im Alter von 22 und 25 geholfen.

Nun nahmen Ermittler drei Männer im Alter von 27, 28 und 33 Jahren sowie die 25-Jährige aufgrund bereits erlassener Haftbefehle fest. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen. Ein 26-Jähriger, der gestern ebenfalls festgenommen wurde, soll am Donnerstag einem Richter zum Erlass des Haftbefehls vorgeführt werden.

Bei den zeitgleichen Wohnungsdurchsuchungen beschlagnahmten die Polizisten über 370 Gramm Heroingemisch und Streckmittel, Geld, unzählige Handys und SIM-Karten, diverse Verkaufsutensilien sowie bei dem 27-Jährigen einen Totschläger. Bei dem Einsatz wurden zudem 67 Heroinkugeln in einem Erdbunker sichergestellt.
Die Ermittlungen des für die Bekämpfung des Drogenhandels im ÖPNV zuständigen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes dauern an.