MaerzMusik 2011 widmet sich Verbindung von Klang, Bild und Bewegung
Nicht erst seit der Entwicklung neuer, insbesondere digitaler Technologien gibt es mannigfaltige Ansätze, um Musik, Bilder, Bewegung und Licht miteinander zu verknüpfen und integral zu steuern. Die Auflösung der Grenzen zwischen den Kunstsparten und die intermediale Durchdringung akustischer und visueller Dimensionen war ein wesentliches Anliegen der Avantgarden des 20. Jahrhunderts, wurzelnd in den visionären Vorstellungen
des „Gesamtkunstwerks“ bei Richard Wagner oder den synästhetischen Phantasien bei Alexander Skrjabin und Nachfolgern. Am Anfang des 21. Jahrhunderts sind raffinierte technische Mittel zur Bearbeitung audio-visuellen Materials allgegenwärtig und leicht verfügbar. In der fast unbegrenzten Erweiterung gestalterischer Möglichkeiten stecken faszinierende Potentiale, aber auch Gefahren eines recht beliebigen, vorgestanzten und
bloß effekthaschenden audio-visuellen Designs.
MaerzMusik 2011 stellt sich diesem kontroversen Diskurs. Das Festival präsentiert exemplarische und mutige Projekte aus jüngster Zeit – mit neuer Musik zu alten Filmen, musikalischer Videokunst und experimentellen Performance Installationen. Eröffnet wird das Festival in der SputnikÄsthetik des MOSKAU mit einer auf den Ort zugeschnittenen Fassung von Rebecca Saunders’ Chroma.
Serviceinfo
Termin: 18. – 27. März 2011
Ort: verschiedene
Programm unter berlinerfestspiele.de
Foto: © Berliner Festspiele