Auseinandersetzungen bei Relegationsspiel Hertha vs. Düsseldorf – 39 Festnahmen

Auseinandersetzungen bei Relegationsspiel Hertha vs. Düsseldorf – 39 Festnahmen

Beim Relegationsspiel zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf kam es am Donnerstag zu mehreren überwiegend durch Kleingruppen rivalisierender Anhänger verursachten Auseinandersetzungen.

Schon bei der Ankunft der mit jeweils rund 700 Gästefans besetzten Sonderzüge am späten Nachmittag im Bahnhof Spandau wurden mehrere bengalische Fackeln aus dem einfahrenden Zug herausgehalten und Knallkörper auf den Bahnsteig geworfen. Vor dem Spiel kam es zu vereinzelten Handgreiflichkeiten rivalisierender und stark alkoholisierter Anhänger. Es wurden auch Knallkörpern auf die Einsatzbeamten geworfen. Ein Beamter erlitt hierbei ein Knalltgrauma.

Immer wieder bengalische Fackeln

Auch während des Auflaufens der Mannschaften zündeten Anhänger von Fortuna Düsseldorf mehrere bengalische Fackeln und einen Nebeltopf im Fanblock. In diesem Zusammenhang nahmen Polizisten nach Spielende einen Tatverdächtigen im Alter von 41 Jahren fest.

Nach dem Schlusspfiff warfen Anhänger des Berliner Clubs aus der Ostkurve des Stadions Plastikbecher auf die Tartanbahn und lieferten sich untereinander verbale Attacken. Im weiteren Verlauf kam es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen unter den Heimfans. Der Fanbeauftragte des Vereins und mehrere Ordner beruhigten die Situation im Fanblock.

Dann kam es gegen 23.25 Uhr zwischen Anhängern beider Vereine in der Sensburger- Ecke Mohrunger Allee zu einer Auseinandersetzung, die durch Polizeibeamte unterbunden wurde. Ein Tatverdächtiger im Alter von 28 Jahren wurde festgenommen. Insgesamt nahmen die Beamten am gestrigen Tag 39 Fußballanhänger fest und leiteten Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Das Spiel endete für Hertha übrigens mit einer jämmerlichen Nierderlage von 1:2.