Großrazzia bei den Hells Angels
Mit einer sogenannten gefahrenabwehrenden Durchsuchungsmaßnahme in 17 Objekten des Rockerclubs Hells Angels ging die Brandenburger Polizei erneut gegen die Rockerszene vor. Aber auch Beamte aus Berlin und Sachsen Anhalt durchsuchten Vereinsräume des Charters HMC „East Area“ in Potsdam sowie 16 Wohnungen von Anwärtern bzw. Unterstützern des HMC „East Area“.
Grund für das massive Vorgehen waren die in jüngster Vergangenheit stattgefundenen Auseinandersetzungen verfeindeter Rockerclubs in Berlin sowie dem wiederholten Auffinden von Waffen und gefährlichen Gegenständen bei Durchsuchungsmaßnahmen der Polizei in Objekten der kriminellen Rockerszene bzw. bei deren Mitgliedern und Anwärtern in Brandenburg und Berlin.
Laut Polizei wurden bei der Durchsuchung der Vereinsräume in Potsdam drei Macheten, ein Baseballschläger sowie eine Kiste mit sechs Einhandmessern sichergestellt. In den anderen Objekten stellten die Beamten Schlag-, Hieb- und Stichwaffen (u. a. 40 Macheten, Totschläger, Butterflymesser, Samuraischwert, Schlagstock) sowie geringe Mengen Betäubungsmittel und Anabolika sicher. Außerdem wurden mehrere Schreckschusswaffen gefunden und sichergestellt. Die Beamten nahmen Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz auf. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen kam es zu keinen Festnahmen. An den Durchsuchungsmaßnahmen waren ca. 300 Polizeibeamte beteiligt.
Man will auch zukünftig hart gegen Bestrebungen der Hells Angels vorgehen, die darauf gerichtet sind, sich in Potsdam neu zu organisieren. Die Polizeidirektion West will derartigen Neustrukturierungen nicht tatenlos zusehen.