Polizei auf der Flucht – aufgebrachter Mob bringt Polizisten in Bedrängnis

Am Rande einer angemeldeten Kundgebung kam es gestern Abend in Mitte zu Verstößen gegen das Vereinsgesetz, sowie einer Nötigung und Beleidigungen gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten.

Während der bis dahin seit 10 Uhr 30 störungsfrei verlaufenden Kundgebung am Alexanderplatz, an der bis zu 100 Menschen teilnahmen, zeigten zwei unbekannte Frauen gegen 19 Uhr 30 aus einer Gruppe heraus verbotene Fahnen.

Als sich daraufhin zwei Polizisten den Frauen näherten entfernten sich diese in Richtung Otto-Braun-Straße. Die Beamten liefen den Frauen hinterher, brachen die Nacheile jedoch nach ca. 50 Metern ab, da sie von bis zu 60 Kundgebungsteilnehmern verfolgt wurden, die sie im weiteren Verlauf in einem Halbkreis umstellten und bedrängten, indem sie ihnen an die Oberbekleidung griffen. Da die Menschenmenge sich aus Sicht der Beamten äußerst aggressiv verhielt nahmen beide ihre Reizstoffsprühgerät in die Hand ohne es jedoch einzusetzen und liefen zurück zum Kundgebungsort.

Auf dem Weg wurden sie wiederum von den Versammlungsteilnehmern begleitet, die lautstarke, fremdsprachige Sprechchöre anstimmten und die Beamten außerdem in deutscher Sprache beleidigten. Aufgrund dieser Vorfälle beendete die Versammlungsleiterin gegen 19 Uhr 45 vorzeitig die Kundgebung, woraufhin sich die Teilnehmer zügig in alle Richtungen entfernten. Die Polizisten schrieben Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz, Nötigung und Beleidigung.

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Kommentare

Es gibt zurzeit 1 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 12.Apr 2011 schrieb Anett:

    Durchaus interessant, aber ich frage mich doch ernsthaft, warum hier nicht erwähnt wird, um was für eine Kundgebung es sich genau gehandelt hat?

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