Polizei jagt Autobrandstifter mit Hubschrauber und Wärmebildkamera
Wieder brannten in der Nacht zum Freitag insgesamt acht Fahrzeuge in Berlin. Die Brände wurden von Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr gelöscht. Aber der Ärger darüber ist nocht nicht verraucht. Jetzt geht die Polizei zum Angriff über.
In der Nacht zum Freitag gerieten auch wieder drei unbeteiligte Wagen und ein Motorroller in Mitleidenschaft. Außerdem wurde ein Parkscheinautomat und ein Verkehrsschild beschädigt. Doch eines war in dieser Nacht anders. Diesmal konnten im Zusammenhang mit den Autobränden zwei Männer als mutmaßliche Brandstifter festgenommen werden.
Chronik einer Brandnacht
Alles begann kurz nach Mitternacht in der Straße Am Karlsbad in Tiergarten. Ein „BMW“, der auf einem Parkstreifen aufgebockt war, wurde durch ein Feuer an der Motorhaube erheblich beschädigt. In der Tiergartener Keithstraße ging gegen 0.30 Uhr ein „Mercedes“ in Flammen auf. Das Feuer beschädigte den Wagen im vorderen Bereich erheblich. Durch die Hitzestrahlung wurden auch ein Toyota und ein Parkscheinautomat in Mitleidenschaft gezogen.
Etwa eine halbe Stunde später wurde ein „Audi“ in Charlottenburg ein Raub der Flammen. Bei dem in der Franklinstraße geparkten Fahrzeug einer Autovermietung brannte der Motorraum komplett aus. Ein daneben stehender „Ford“ wurde durch die Flammen ebenfalls beschädigt. In der Soldauer Allee in Westend zündeten Unbekannte zwei Fahrzeuge an. Gegen 2 Uhr brannten ein „Mercedes“ und ein „BMW“, die beide erheblich beschädigt wurden.
Kurz nach 2.00 Uhr meldeten Anwohner der Heerstraße in Westend einen brennenden „BMW“. Bei dem Fahrzeug konnte das Feuer auf einen Reifen und den Kotflügel beschränkt werden, da ein Polizeiangestellter des Objektschutzes schnell zur Stelle war und die Flammen mit einem Feuerlöscher erstickte.
In der Charlottenburger Schloßstraße brannte an der Ecke Wulfsheinstraße gegen 2 Uhr 10 das rechte Vorderrad eines „Porsche“. Durch die Flammen wurden auch der Kotflügel und die Motorhaube beschädigt. Gegen 2 Uhr 30 brannte im Hansaviertel ein weiterer „Porsche“. Das im Holsteiner Ufer abgestellte Auto brannte am rechten Vorderreifen. Das Feuer griff hier auf einen „Mercedes“, einen Motorroller sowie ein Verkehrsschild über.
Die Polizei hatte sich für die vergangene Nacht jedoch gerüstet. Mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers und einer Wärmebildkamera konnten gegen 2.45 Uhr zwei Männer in der Lüneburger Straße in Moabit festgestellt werden. Die von der Hubschrauberbesatzung angeforderten Polizeibeamten überprüften die beiden Radfahrer im Alter von 24 und 43 Jahren, nahmen sie fest und fanden bei ihnen einen Beutel mit Grillanzündern. Sie wurden für die Kriminalpolizei eingeliefert. Die Ermittlungen hierzu werden vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes geführt und dauern an.
Foto: Archivbild
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