Polizei verfolgt heiße Spur im Fall des Feuers im Bethanienhaus
Nun scheint die Polizei einer heißen Spur im Fall des Brandes im Bethanienhaus nachzugehen. Es wurde ein Verdächtiger ermittelt, der im dringenden Verdacht steht, am 25. Dezember 2011 in dem Kreuzberger Wohnhaus einen Brand gelegt zu haben. Dabei wurden damals mehrere Menschen verletzt.
An jenem Tag wurden Polizei und Feuerwehr gegen 6.50 zu dem brennenden, kiezbekannten „Georg-von-Rauch-Haus“ am Mariannenplatz alarmiert. Noch bevor die Einsatzkräfte eingetroffen waren, sprangen zwei Männer im Alter von 32 und 44 Jahren aus der ersten Etage und zogen sich dabei Knochenbrüche zu. Sie kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus, einer von ihnen verblieb stationär. Bei dem Feuer erlitten darüber hinaus insgesamt zehn Personen leichte Rauchgasverletzungen und mussten ambulant behandelt werden.
Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Das legte die Kriminalpolizei zumindest nahe. Im Keller sowie im Treppenhaus waren verschiedene Gegenstände in Brand gesetzt worden. Da das Feuer an zwei verschiedenen Stellen ausbrach, ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen.
Die weiteren Ermittlungen des Brandkommissariats führten die Beamten zu dem Unbekannten auf dem Bild. Zeugen beschrieben den Mann als 25 bis 30 Jahre alt, 1 Meter 75 bis 1 Meter 80 groß und schlank. Er hatte blondes, welliges Haar und trug zur Tatzeit eine grüne Jacke (so genannter „Parka“), einen grün-weiß gestreiften Kapuzenpullover und helle Sportschuhe. Als besonders auffällig beschrieben wurde die Fehlstellung seiner Zähne. Er spricht deutsch mit englischem Akzent.
Die Polizei fragt:
Wer hat den Mann zur Tatzeit in der Nähe des Brandortes gesehen? Wer kennt den abgebildeten Tatverdächtigen oder kann Angaben zu seiner Identität oder seinem derzeitigen Aufenthaltsort machen?
Hinweise nimmt das 1. Brandkommissariat des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 912 101 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.