Zwangsräumung Rosemarie F. – Aktivisten machen im Internet gegen Vermieter mobil
Die Rentnerin Rosemarie F. starb nur zwei Tage nach der Zwangsräumung in einer Wärmestube in Wedding. Das lässt die Wellen der Entrüstung erneut hochschlagen. Neben einer Mahnwache am Abend, an der etwa 200 Menschen teilnahmen, wird nun auch gegen die Vermieter mobil gemacht.
Die Zwangsräumung wegen Mietrückständen der schwer behinderten Rentnerin hatte bereits in der vergangenen Woche für Wut und Unverständnis gesorgt. Aktivisten erreichten zunächst einen Aufschub. Dieser war jedoch vergebens. Die Wohnung in der Aroser Allee 92 wurde zwangsgeräumt.
Nachdem man die 67-Jährige Rentnerin am Dienstag auf die Straße gesetzt hatte, bezog sie eine kleine Kammer in der Wärmstube der “Kälte Nothilfe”. Dort wurde die Frau am Donnerstagabend leblos aufgefunden. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären.
Gegner der Zwangsräumung machen nun im Internet mobil und richten die Aufmerksamkeit auf die Vermieter der Wohnung. Sie veröffentlichten Bilder, Adressen und Telefonnummern der vermeintlichen Vermieter und riefen zu spontanen „Hausdiskussionsbesuchen“ auf.
Foto oben: Screenshot Artikel „Vermieter haben Namen“ / Quelle: indymedia.org