Banken in die Schranken – 8000 Menschen umzingeln das Regierungsviertel
Am Samstag umzingelten nach Angaben des Veranstalters etwa 8000 Menschen das Regierungsviertel. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis aus globalisierungskritischen Organisationen, Umwelt- und entwicklungs-politischen Verbänden, Gewerkschaften und anderen Gruppen.
Unter dem Motto: „Banken in die Schranken“ richtete sich die Aktion gegen die Übermacht der Finanzlobby und deren uneingeschränkten Machtanspruch. Es ging darum, der Bundesregierung vor der eigenen Haustür aufzuzeigen, dass die Politik sich nicht ausschließlich mit der Rettung von Banken beschäftigen darf, sondern sich auch um die „anderen 99-Pronzent“ kümmern muss. Die Demonstranten machten klar, dass ein politisches System, in denen einige wenige Banken die komplette Gesellschaft in den Abgrund reißen können, überdacht werden muss.
Die Protestler glauben, dass eine Konstellation, in der das Wohl der Banken über dem Wohl der Bevölkerung steht, nicht zukunftsweisend sein kann. Man befürchtet außerdem, dass die Kosten für die Rettung der Banken auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass die öffentlichen Haushalte mit Milliardenverpflichtungen belastet werden. Damit nicht genug, es wird immer deutlicher, dass Politiker nicht mehr verstehen, was sie tun, während Finanzjongleure und Bankenvorstände die Unwissenheit nutzen, um die Situation zu ihren Gunsten zu verzerren.
Die Demonstranten forderten außerdem die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, eine europaweite Vermögensabgabe für Millionäre sowie die Einführung einer wirksamen Finanztransaktionssteuer.
Laut Angaben der Polizei verlief die Aktion bis zur Stunde friedlich.