Bei Anschlag auf deutsche Patrouille ein Soldat getötet – Minister bestürzt
Berlin, Kundus – Am Mittwochmorgen ereignete sich um 10.04 Uhr Ortszeit nordwestlich des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Kundus ein Anschlag mit improvisierten Sprengsätzen. Dabei wurde ein deutscher Soldat getötet.
Bei diesem Angriff handelte es sich nach derzeitigem Kenntnisstand um den Einsatz von zwei improvisierten Sprengsätzen gegen einen Transportpanzer des Typs Fuchs, ein Allschutztransportfahrzeug Dingo und einen Spähpanzer Fennek.
Es wurde bestätigt, dass bei diesem Anschlag ein 33-jähriger Hauptmann aus dem Bereich der Division Spezielle Operationen gefallen ist. Die Angehörigen des gefallenen Soldaten wurden informiert. Ein weiterer, leicht verletzter Soldat konnte bereits Verbindung mit seinen Familienangehörigen aufnehmen.Die Patrouille fand im Rahmen der Operation Aghas-e Bahar statt, bei der unter anderem
die Bewegungsfreiheit der afghanischen Sicherheitskräfte sowie der ISAF im Distrikt Chahar Darreh erhöht werden soll.
Im Rahmen dieses Einsatzes kam es beim Anmarsch zu einer weiteren Eskalation. Ein sich der Kolonne sehr schnell näherndes Fahrzeug musste mittels Warnschüssen auf Abstand gehalten werden. Außerdem wurden zur Absicherung luftgestützte Aufklärer und Hubschrauber eingesetzt.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Er sagte: “Ich trauere um diesen gefallenen Kameraden. Die ganze Bundeswehr trauert um einen guten Kameraden. Es sei das, was den Soldatenberuf von anderen unterscheide: für die Erfüllung eines Auftrages seine Gesundheit, sein Leben einzusetzen.”
Grafik: Die deutschen Feldlager im Norden Afghanistans (Quelle: Bundeswehr)
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