Buttersäureattacke gegen Vattenfall – Wachmann angegriffen – Bekennerschreiben
Laut Polizei wurden in der Nacht zum Mittwoch innerhalb kurzer Zeit zwei Gebäude eines Stromversorgers in Mitte und Alt-Treptow beschädigt. Dabei soll ein Wachmann beim Festhalten eines Täters Verletzungen erlitten haben und musste in einem Krankenhaus stationär behandelt werden. Im Internet wurde ein Bekennerschreiben veröffentlicht.
In dem Schreiben sprechen die möglichen Täter von einem größer angelegten Angriff, bei dem Farbe und Buttersäure den Besitzer gewechselt haben.
Gegen 0.40 hatten Anwohner in der Köpenicker Straße drei dunkel gekleidete Personen gesehen, die mit Farbe befüllte Glasflaschen gegen die Hausfassade des Energiekonzerns warfen. Daraufhin alarmierten sie die Polizei.
Etwa gegen 1.00 Uhr soll dann eine sieben- bis achtköpfige maskierte Personengruppe das Vattenfall-Gelände in der Puschkinallee betreten haben, um anschließend die Außenwand des Gebäudes großflächig mit Farbe zu beschmieren.
Außerdem warfen die Täter mehrere Fensterscheiben ein. Ein 50-jähriger Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der die Randalierer beobachtet hatte, hielt zunächst einen der Täter fest. Laut Polizei griffen die anderen Personen den Wachmann an, indem sie ihn mit einer ätzenden Flüssigkeit an Kopf und Oberkörper verletzten. Der festgehaltene Täter konnte mit seinen Komplizen Richtung Schlesische Straße flüchten. Jetzt ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.
Laut dem Bekennerschreiben, dessen Echtheit nicht bestätigt ist, betrachtet man auch Vattenfall als Konzern, der die Energiegewinnung zur Gewinnmaximierung nutzt. Man kritisiert die Ausweitung jeglicher Konzeraktivitäten auf den Bereich der regenerativen Energien als “neokoloniale Ära durch Erneuerbare Energien”. Die Aktivisten richten sich gegen die Zentralisierung alternativer Energieformen und befürworten die regionale Energiegewinnung. In dem Schreiben wird die Abschaltung der “großen Konzerne” gefordert.