Klimaschutzvereinbarung zwischen Land Berlin und Freier Universität

Als erste Hochschule der Hauptstadt schloss die Freie Universität Berlin mit dem Land Berlin eine Klimaschutzvereinbarung ab. Diese sieht vor, dass die Universität bis 2015 ihren Energieverbrauch um weitere zwölf Millionen Kilowattstunden und damit um etwa zehn Prozent gegenüber dem Stand von 2010 senkt.

Die Vereinbarung wurde vom Präsidenten und dem Kanzler der Freien Universität, Peter-André Alt und Peter Lange, und für das Land Berlin von der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher, unterzeichnet.

Bereits zwischen den Jahren 2000 und 2010 hatte die Universität ihren Verbrauch durch technische und bauliche Neuerungen in ihren rund 200 Liegenschaften und durch ein universitätsinternes Anreizsystem um 25 Prozent gesenkt. Das entsprach rund 41 Millionen Kilowattstunden Wärme und Strom. Mit der heute eingegangenen Verpflichtung würde der Rückgang im Vergleich zum Jahr 2000/2001 auf rund ein Drittel steigen. Das entspricht 54 Millionen Kilowattstunden weniger Strom und Wärme und einem um 17.890 Tonnen reduzierten Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids.

Die Freie Universität versteht die Vereinbarung nach den Worten ihres Präsidenten Prof. Dr. Peter-André Alt als ihren Beitrag zum sogenannten Klimaschutzpolitischen Arbeitsprogramm des Landes Berlin aus dem Jahr 2008. Dieses sieht eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um mehr als 40 Prozent bis zum Jahr 2020 vor, gemessen am Stand von 1990. Peter-André Alt erklärte dazu: „Wir räumen dem Klima- und Umweltschutz seit einigen Jahren nicht nur in Forschung und Lehre einen hohen Rang ein, sondern auch in der Verwaltung.“

Schon seit 2005 lasse die Universität ihr Energie- und Umweltmanagement alljährlich durch externe Gutachter nach der weltweit gültigen Umweltschutznorm ISO 14001 zertifizieren. Er gehe davon aus, dass die Freie Universität durch das Abkommen eine langfristige und erfolgreiche Klimaschutzpartnerschaft mit dem Land Berlin eröffne, fügte Alt hinzu.

Umweltsenatorin Katrin Lompscher sagte: „Ich freue mich, dass wir heute bereits die 13. Klimaschutzvereinbarung und die erste mit einer Berliner Universität unterzeichnen können. Die Freie Universität hat sich mit dieser Vereinbarung zu ehrgeizigen Vorhaben verpflichtet. So will sie den mit der Verringerung des Energieverbrauchs verbundenen CO2-Ausstoß um 12 Prozent senken. Besonders begrüße ich, dass die FU mit vielfältigen Maßnahmen den allgemeinen Trend des Mehrverbrauchs beim Strom entgegenwirken will. Das ist deshalb bemerkenswert, weil z. B. der Ausbau der Informations- und Kommunikations-Technik längst nicht abgeschlossen ist. Auch mit energetischen Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden wie am Victoriahaus im Botanischen Garten, dessen Sanierung mit bis zu 3,7 Mio € aus dem Umweltentlastungsprogramm gefördert wird, leistet die Universität einen wichtigen Beitrag zum Erreichen unserer Klimaschutzziele.“

Foto:Präsidialgebäude, Kaiserswerther Str. 16-18 / Bernd Wannenmacher

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