Schöneberger Forum: Öffentlicher Dienst vor dem Kollaps?
Im Mittelpunk des 14. Schöneberger Forums des Deutschen Gewerkschaftbunds (DGB) stand die Zukunftsfähigkeit des Öffentlichen Diensts vor dem Hintergrund knapper Kassen. Das Forum fand vom 15. und 16. November in Berlin statt.
Es kamen etwa 300 Bedienstete des öffentlichen Sektors und Personalvertreter, um sich über die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte und die Dienstleistungen der Verwaltungen auszutauschen. Den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung bildete ein Politikgespräch, bei der die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Cornelia Rogall-Grothe, Rede und Antwort stand.
Klar ist, dass der Bundeshaushalt weiterhin vor einem strukturellen Defizit steht. Bislang gelingt es nur, die Neuverschuldung zu reduzieren. Deshalb bleibt auch die Bundesverwaltung in der Pflicht, ihren Beitrag zu leisten.
Obwohl bis zum Jahr 2014 10.000 Stellen abgebaut werden müssen, stünde der öffentliche Dienst nicht vor dem Kollaps. Kritisiert wurde die Arbeitsverdichtung die mit dem notwendigen Sparkurs einhergehen. Außerdem sei der hohe Krankenstand im öffentlichen Dienst beunruhigend.
Mit dem Schöneberger Forum bietet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein offenes Diskussionsforum für die Fortentwicklung des öffentlichen Dienstrechts und zu Themen des Personal- und Organisationsmanagements. Einmal jährlich im Herbst lädt der DGB zu dieser Tagung für den öffentlichen Sektor nach Berlin ein.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei Gelegenheit, sich mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und der Wirtschaft über aktuelle beamtenpolitische Themen auszutauschen. Sowohl Podiumsdiskussionen als auch kleinere Fachforen bieten dabei den Raum, um die unterschiedlichen Aspekte des jeweiligen Themas detailliert zu erörtern.
Foto: Podiumsdiskussion Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel