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Für Marie-Louise Eta beginnt am Freitag eine anspruchsvolle erste Saison als Cheftrainerin der Union-Frauen — gleich gegen den haushohen Favoriten FC Bayern München. In Köpenick überwiegt dennoch Vorfreude: Das Team hat sich laut Trainerin weiterentwickelt, und das Interesse an den Spielen wächst deutlich.
Schwerer Auftakt gegen den Rekordmeister
Union empfängt den FC Bayern am Freitag um 18.20 Uhr; übertragen wird die Partie von DAZN, MagentaSport und dem ZDF. Die Gäste sind amtierender deutscher Meister und Pokalsieger und blieben in der vergangenen Bundesliga-Saison ohne Niederlage.

Auch der Saisonstart der Münchnerinnen verlief souverän: Im Supercup besiegten sie den VfL Wolfsburg 3:0. Das Duell markierte den dritten Supercup-Erfolg in Folge gegen Wolfsburg, das zuvor lange die Frauen-Bundesliga mitbestimmte.
Zum Auftakt in Köpenick werden mehr als 15.000 Zuschauer erwartet — ein neuer Vereinsrekord. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Zuschauerschnitt bei 8.202, der bisherige Höchstwert betrug 13.978 gegen Hoffenheim.
Trainerin Eta fordert Mut und schnelle Umschaltmomente
Auch wenn die Kräfteverhältnisse zugunsten der Bayern sprechen, fordert Eta ein offensives Selbstverständnis ihrer Mannschaft. Union soll früh Druck auf den Ball ausüben und nach Ballgewinnen zügig umschalten. „Wir wollen mutig sein“, sagte die 35-Jährige.

Eta betont, dass es im Spiel Phasen geben werde, in denen Union das eigene Spiel durchdrücken wolle. Auf das knappe 2:3 im April gegen die spätere Meistermannschaft verweist sie als positive Erfahrung, mahnt aber zur Vorsicht: Beide Teams hätten sich seitdem weiterentwickelt, daher erwarte sie „ein ganz anderes Spiel“.
Personalien und sportliche Ziele
Personell bekommt Union die Saison nicht in Bestbesetzung: Die Mannschaft muss ohne sechs Spielerinnen auskommen. Als verletzt werden Dina Orschmann, Tanja Pawollek, Mariann Noack, Hannah Eurlings, Korina Janez und Anna Aehling genannt.
Im Tor kämpfen Cara Bösl, Nadine Böhi und Nelly Smolarczyk um die Startelfposition; die Entscheidung will Eta nach dem Abschlusstraining treffen. Als Kapitänin führt weiterhin Lisa Heiseler das Team an.
Die neue Cheftrainerin kennt den Klub bereits: Eta war zuletzt als Interimstrainerin bei den Profis der Männer tätig und ist mit vielen Abläufen vertraut. Das hat ihr den Übergang erleichtert, sagte sie.
Die Erwartungen sind gestiegen. Ex-Nationalspielerin Alexandra Popp nannte Union eine mögliche Überraschungsmannschaft, und in mehreren Saisonprognosen gelten die Berlinerinnen als Geheimfavorit. Eta nimmt die Anerkennung zur Kenntnis, will sich davon aber nicht ablenken lassen. Das erklärte Ziel bleibt klar: Union will sich weiterentwickeln und ins obere Tabellendrittel vorstoßen, um „oben anzugreifen“.












