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Der FC Bayern hat beim Supercup in Dortmund vor dem Bundesligaauftakt eindrucksvoll seine Form angedeutet, doch Borussia Dortmund zeigte im zweiten Durchgang vielversprechende Ansätze. Das 2:1 im Signal Iduna Park bot nicht nur Tore, sondern auch Streitpunkte und Debatten über Fitness, Transfers und die Titelperspektiven.
Ärger um eine Bemerkung von Vincent Kompany
Nach dem Spiel sorgte eine Bemerkung von Bayern-Coach Vincent Kompany für Irritationen. Er hatte erklärt, früher hätten Profis mit vier bis fünf Kilo Übergewicht aus dem Urlaub zurückgekommen – heute dagegen würden viele mit Privattrainer oder Privatphysio in die Pause gehen und deshalb fitter zurückkehren.
Borussia-Trainer Niko Kovac reagierte darauf sichtlich bewegt: er schüttelte den Kopf, zeigte aber auch ein Lächeln. Kovac nahm die Aussage offenbar persönlich, zugleich blieb die Botschaft des Bayern-Trainers klar: ein früherer Einbruch nach einem WM-Sommer sei für Spitzenmannschaften nicht mehr zwangsläufig zu erwarten.
Erste Halbzeit: Bayern dominant
Bayern bestimmte die Anfangsphase und ging durch einen Treffer von Nathaniel Brown (28.) in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Olise auf 2:0 (45.+1). Vor 81.365 Zuschauern wirkte das Münchner Team gut eingespielt und effizient.

Sportdirektor Ole Book räumte ein, dass die Führung verdient gewesen sei. Brown, der in dieser Partie überraschend als Spielmacher agierte, hinterließ dabei einen starken Eindruck.
BVB meldet sich zurück
Die Hausherren kamen entschlossen aus der Kabine und setzten Bayern stärker unter Druck. Dortmund erzwang Chancen, erhöhte die Intensität und traf durch Fabio Silva zum 2:1 (75.).
Book lobte anschließend die Offensivpower: „Wenn wir nach vorne spielen, mutig und sauber im Ballbesitz sind, können wir guten Fußball zeigen.“ Allerdings fügte er leise hinzu, dass das auch davon abhänge, wie viel Raum die Bayern zuließen.
Neue Gesichter sorgen für Euphorie
Besonders die Neuzugänge weckten beim Publikum Begeisterung. Konstantinos Karetsas (18) begeisterte mit einigen zauberhaften Aktionen und wurde mit Jubelrufen bedacht. Gleiches galt für weitere Zugänge, die frischen Schwung brachten.

- Konstantinos Karetsas – inklusive Boni: über 30 Millionen
- Joane Gadou (19) – rund 20 Millionen
- Joey Veermann (27) – 22 Millionen
- Giannis Konstantelias (23) – etwa 30 Millionen
Trainer Kovac zog ein positives Fazit: „Alle vier Spieler haben heute gezeigt, warum wir sie verpflichtet haben.“
Bleibt das Potenzial konstant über die Saison?
Ob die gezeigten Leistungen über 34 Spieltage abrufbar sind, bleibt offen. Fragen zur Konstanz und zu Auftritten an grauen Auswärtstagen – etwa in Augsburg oder Elversberg – stehen im Raum.
Der Rückstand auf Bayern zu verkleinern wird schwierig. Auch der Rekordmeister hat gezielt investiert und holte unter anderem Brown und Ismael Saibari für jeweils 50 Millionen.
Hinzu kommt, dass beim Tabellenführer weitere Kräfte zurückerwartet werden: Spieler wie Serge Gnabry, Lennart Karl und zuletzt Jamal Musiala sollen wieder an Bedeutung gewinnen. Das macht die Konkurrenzsituation nur komplexer.











