Schlagabtausch Klitschko vs. Chisora: „Ich fürchte mich nicht vor alten Männern“

Schlagabtausch Klitschko vs. Chisora: „Ich fürchte mich nicht vor alten Männern“

Fünf Tage vor ihrem WM-Kampf wussten WBC-Champion Vitali Klitschko (40) und sein Herausforderer Dereck Chisora (28), was sie den Journalisten auf der Pressekonferenz in der Münchener Olympiahalle schuldig waren. Deshalb machten die beiden auch diesmal das Podium zur Bühne.

Der britische Herausforderer setzte schon zum ersten Schlag an, da war Vitali noch garnicht richtig warm: „Ich fürchte mich nicht vor alten Männern“. In gleichem Atemzug kündigte er an, er werde den 40-jährigen WBC-Weltmeister vorzeitig auf die Bretter schicken. „Ich verspreche, dass ich von der ersten Runde mit 100 Meilen marschieren werde bis zur achten Runde. Und in der geht Vitali K.O.“ Warum ausgerechnet in der 8. Runde? „Ich liebe die Zahl 8, sie steht für die Unendlichkeit“, so Chisora, der den neben ihm sitzenden Vitali Klitschko dann noch ein wenig stichelte: „Ich rieche förmlich die Angst zu meiner Rechten.“

Vitali will Dereck Manieren beibringen

Vitali ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. „Das haben schon zu viele vor Dereck erfolglos versucht. Und wenn er verspricht, mich in Runde 8 ausknocken zu wollen, dann sollte er erst einmal versuchen, bis zur 8. Runde zu überleben im Ring. Dereck hat wenig abbekommen von den sprichwörtlichen Manieren eines englischen Gentleman. Am Samstag werde ich ihm ein bisschen Unterricht im Ring geben.“

Im übrigen, so Klitschko, habe er viel Respekt vor seinem Kontrahenten, der im November äußerst umstritten nach Punkten gegen den Finnen Robert Helenius verloren hatte. „Er ist jung, hungrig, wild, er marschiert nach vorne und hat einen harten Punch. Meiner Meinung nach ist er im Moment der stärkste Herausforderer im Schwergewicht.“

Bei so viel Lob wollte sich auch der 28-jährige Brite nicht lumpen lassen und schickte ein ehrlich gemeintes Kompliment retour: Als der ehemalige WBC-Weltmeister Lennox Lewis in der vergangenen Woche prognostiziert hatte, Chisora habe den nötigen Punch, um Vitali Klitschko tatsächlich auszuknocken, habe er erwidert, dass Klitschko im Kampf gegen Lewis 2003 der eigentliche Sieger gewesen sei. Der Grund: „Vitali war damals genauso hungrig wie ich heute…“

Olympiahalle in München fast ausverkauft

Die Olympiahalle in München ist bereits wenige Tage vor dem Kampf bis auf 100 Resttickets ausverkauft, so KMG-Geschäftsführer Bernd Bönte, der zudem ankündigte, dass der WM-Kampf in über 150 Ländern übertragen wird. Zuständig für das Weltbild ist RTL, seit Ende 2006 der exklusive TV-Partner der Klitschkos. Die Live-Übertragung am Samstag beginnt um 22.10 Uhr (Dr. KlitschK.O. – Die Abrechnung“). Unmittelbar vor Beginn des Fights präsentiert der Kölner Sender noch einen hochkarätigen Showact: Die US-Amerikanerin Christina Perri performt ihren aktuellen Charts-Hit „Jar of hearts“

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Foto: Vitali Klitschko und Dereck Chisora (re.) (c) RTL / Public Address