Union-Fans sollen Stadion An der Alten Försterei kaufen – Im Dezember geht`s los

Union-Fans sollen Stadion An der Alten Försterei kaufen – Im Dezember geht`s los

Der 1. FC Union plant sein Stadion An der Alten Försterei, an Mitglieder und Sponsoren des 1. FC Union Berlin zu verkaufen. Eigens dafür hat man in den vergangenen Monaten die alte Stadionbetriebs GmbH & Co. KG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Laut Union verfügt die „An der Alten Försterei“ Stadionbetriebs AG über ein Stammkapital von 3,5 Mio. Euro. Dies kann durch eine Kapitalerhöhung um bis zu 5,0 Mio. Euro auf maximal 8,5 Mio. Euro erhöht werden.

Das neue Modell sieht vor, dass alle Mitglieder und Sponsoren die Möglichkeit haben, bis zu zehn Exemplare von insgesamt maximal 10.000 Exemplaren der „Alte-Försterei-Aktie“ zum Stückpreis von 500,- Euro zu zeichnen. Wer daran interessiert ist, kann dies in der Zeit vom 1. bis zum 31. Dezember 2011 tun.

Union geht noch einen Schritt weiter. Man will sogar eine Mehrheit von mindestens 51% des Aktienbesitzes in den Streubesitz der Unioner legen. Union-Präsident Dirk Zingler sieht das Ganze so: „Das Stadion An der Alten Försterei ist die Seele des 1. FC Union Berlin, die Heimat unserer Fußballkultur. Es soll denen gehören, die Fußball so lieben, wie wir ihn seit Jahrzehnten an diesem Ort erleben. Über die Beteiligung unserer Mitglieder und wirtschaftlichen Partner stellen wir sicher, dass alle wichtigen Entscheidungen, die das Stadion betreffen, künftig von den Menschen getroffen werden können, die hier ein Zuhause gefunden haben.“

Das dürfe durchaus ein verlockendes Angebot für die Fans darstellen, die sich damit auch noch stärker an den Verein binden.

Union gab parallel dazu bekannt, das die Planungen für den Bau einer neuen Haupttribüne konkretisiert worden sind. Man will noch im Dezember den Bauantrag stellen. Der Neubau soll rund 3.500 Zuschauer fassen. Mit dem Bau des Gebäudes will man voraussichtlich im Sommer 2012 beginnen. Laut Union steht die Finanzierung des Tribünenbaus auch ohne die Erlöse aus der Aktienemission.

Dirk Zingler betonte, dass Union dann in einem bundesligatauglichen Stadion spielen wird, dessen Fremdkapitalanteil unter 40% liegen soll. Weitere Einzelheiten der Pläne will das Präsidium des 1. FC Union Berlin den Vereinsmitgliedern auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13. November 2011 vorstellen.