Bahnstreik: GDL beschließt unbefristete Streiks

Die Auszählung der Urabstimmung ergab, dass sich 90 Prozent der Lokführer für einen unbefristeten Streik aussprechen. Die Lokführer der Deutschen Bahn stimmten mit 92 Prozent und die Lokführer der Privatbahnen votierten mit 96 Prozent für die Arbeitskampfmassnahmen. Dies teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montag mit.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht genau klar, wann die Bahnreisenden mit Einschränkungen im Reiseverkehr rechnen können. Fakt ist, sollte die Deutsche Bahn AG nicht bereit sein, ihr Angebot nachzubessern, wird es die Reisenden härter treffen, als bei den Warnstreiks in den Vorwochen. Denn im Gegensatz dazu kommt es nun möglicherweise zu einem unbefristeten Dauerstreik.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die GDL ihre nächsten Streiks mehr auf den Güterbahnverkehr ausweitet, um den Personenverkehr etwas von den Streiks zu entlasten.

Mit den Arbeitskampfmassnahmen will die Gewerkschaft ihre Forderungen nach einem einheitlichen Flächentarifvertrag für die Lokomotivführer in Deutschland durchsetzten. Damit soll ein einheitliches Mindesteinkommen auf dem Niveau des Marktführers DB erreicht werden. Bei der DB fordert die GDL fünf Prozent mehr Lohn. Zu den Kernforderungen im Flächentarifvertrag gehören auch eine Absicherung bei unverschuldetem Verlust der Fahrdiensttauglichkeit, beispielsweise nach Suiziden, und einheitliche Qualifizierungsstandards. Des Weiteren fordert die GDL Regelungen zum Betreiberwechsel im SPNV.

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Kommentare

Es gibt zurzeit 6 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 07.Mrz 2011 schrieb DB-Kunde:

    diesen Erpressern sollte man das Handwerk legen.

    Sie nehmen mal wieder die Kunden als Geisel.
    Unsozialer geht es ja garnicht. Tolle Randgruppengewerkschaft!

    Wir als Kunden sollten mal zurückstreiken.
    Stellt euch vor die Bahn fährt pünktlich ein und die Kunden sind weg. Dann würden die Pappnasen merken, wo das Geld herkommt.

  2. Am 07.Mrz 2011 schrieb MatzeBerlin31:

    Ich hab es langsam echt satt mit diesen Lokführern. Sie können meiner Meinung nach einfach den Hals nicht voll kriegen! Da sie sich der wichtigkeit ihres Berufes bewusst sind, versuchen sie immer wieder mehr Geld von der Bahn zu “erpressen”. Können wir normalen Arbeitnehmer auch ständig mehr Geld verlangen?? Nein, ganz bestimmt nicht, das könnte ja den Job kosten. Aber die Lokführer können es anscheinend nach Lust und Laune…

  3. Am 07.Mrz 2011 schrieb DB-Kunde2:

    Wer zahlt die Krankenhausrechnung, wenn es zu Lungenentzündungen bei älteren Kunden nach langem Bahnsteigstehen kommt?
    Die geplante Fortbildung (bezahlt, frei genommen) kann ich nun abschreiben, weil ich nicht zum Kongressort kommen und die Betreuung für unser Kind nicht mit dem Zug anreisen kann.
    Unverschämtheit. Alle entlassen, neue Lokführer einstellen. Keine Berufsgruppe verdient in verschiedenen Institutionen gleiches Gehalt!!!!
    Sollen die Frauen auch mal streiken, da sie immer nocht so viel wie die Männer verdienen?????

  4. Am 07.Mrz 2011 schrieb noch'n DB-Nutzer:

    Bei allen anderen Streiks gilt :
    ” Das StreikRecht ist ein hohes Gut
    und wesentlich für die TarifAutonomie. ”
    Zumindest, solange es “nur” die sogenannten Ausbeuter trifft …
    Diesmal trifft es auch die Kunden der Bahn-Unternehmen
    und schon fühlen sie sich als “Geiseln”.
    Sorry, aber wie sonst sollen LokFührer streiken ?
    Ich werde ab morgen auch täglich betroffen sein
    und hoffen, von der DB wenigstens halbWegs brauchbar informiert zu werden.
    Aber ich finde es auch wichtig, daß die LokFührer nicht nur vernünftig bezahlt werden, sondern auch gesichert sind, wenn jemand sie benutzt, um sich umzubringen.
    Der GdL wünsche ich vielen – und hoffentlich baldigen – Erfolg !

  5. Am 07.Mrz 2011 schrieb M.Kraft:

    Langsam bekomme ich Wut. Ja, viele viele gerade berufstätige Menschen sind leider auf die Bahn angewiesen um ihrer Arbeit nachzugehen. Hätte ich keine Gleitzeit, wäre ich vermutlich schon lange arbeitslos. Jede Woche Verspätungen. Die Ursache erfahre ich meist nicht. Aber das Geld für das Monatsticket ist ja auch schon bezahlt und entschädigt werden wir Pendler auch nie. Ich habe schon sehr oft erlebt, dass Lokführer bei der Ablösung in Ruhe plaudern. Das werde ich demnächst mal filmen und der Presse zur Verügung stellen. Die sollen froh sein einen so sicheren Job zu haben. Wenn ich eine Alternative finden würde zur Bahn, ich würde sofort “umsteigen”. In anderen Jobs herrscht Zeit und Leistungsdruck. Wir müssen uns ständig auf neue Situationen einstellen und lernen. Ich schwöre, ich habe meine S-Bahn Lokführer schon oft bei der Einfahrt in den Bahnhof lachend mit dem Handy telefonieren sehen (das ist denen sogar offiziell erlaubt!) – Stress sieht für mich anders aus. Ich habe nur noch ohnmächtige Wut, weil man so ausgeliefert ist.

  6. Am 08.Mrz 2011 schrieb M.Reutter:

    Jetzt ist Schluss mit lustig. Sollten die Lokführer weiterhin Schabernack mit uns zahlkräftigen Kunden treiben dann sollten auch wir anfangen zu streiken indem wir erstens unsere Bahncard zurückgeben, Schadensersatz für jede nur erdenkliche Signalstörung, Verspätung, Zugausfall etc… fordern und einfach permanent schwarzfahren ( mit der Begründung – ihr kommt zu spät bis garnicht – ergo fahren wir gratis!). Manch einer unter uns ist aus diversen Gründen auf die Bahn angewiesen und findet es einfach nicht mehr komisch! In Bezug auf M. Krafts Beitrag: es geht noch besser – auf gewissen Strecken trifft man zur späten Abendstunden auf alkoholisiertes, gut gelauntes Zugpersonal. Ts..Ts..jedenfalls wird die Bahn immer unattraktiver, immer teuerer und pünktlicher wird sie dadurch auch nicht.

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