Bahnstreik: Montag Urabstimmung – GDL bereit für längere Auseiandersetzung

Berlin – Der letzte Warnstreik ist den meisten Reisenden noch gut in Erinnerung. Bundesweit standen am Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr rund 75 Prozent der Züge der Deutschen Bahn (DB) und der sechs großen Privatbahnen still oder haben sich massiv verspätet. In den neuen Bundesländern betrug die Ausfall- oder die Verspätungsrate sogar fast 90 Prozent. Die Berliner S-Bahn blieb noch außen vor.

Im Großraum Karlsruhe kam es bei der DB und der Albtal Verkehrsgesellschaft ebenso zu massiven Behinderungen wie bei der Münchner S-Bahn, die fast vollständig zum Erliegen kam. Eine hohe Streikwirkung erzielten die GDL-Mitglieder unter anderem auch bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG), Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), Nord-Ostsee-Bahn, Eurobahn, metronom, Hessische Landesbahn, Bayerische Regiobahn GmbH (BRB) und der Berchtesgadener Landbahn.

Aber dies war möglicherweise nur der Anfang. Die Fronten zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber sind immer noch verhärtet. Für den Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, ist das Angebot der Deutschen Bahn ein „Lacher“. Wenn die Arbeitgeber am Wochenende nicht nachbessern, um der GDL am Montag ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, kann es für Bahnreisende noch viel schlimmer kommen. Dann droht ein Dauerstreik mit massiven Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Am Montag soll das Ergebnis der Urabstimmung vorliegen, welches einen Dauerstreik mit hoher Wahrscheinlichkeit befürwortet. In einer Pressemitteilung hat die GDL ihre Bereitschaft untermauert, diese „Auseinandersetzung auch noch länger und intensiver zu führen!“ In diesem Fall soll auch die Berliner S-Bahn wieder bestreikt werden.

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Kommentare

Es gibt zurzeit 1 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 06.Mrz 2011 schrieb Egal:

    Ihr bekommt so viel Geld und wir Pendler sind die Leidtragenden. Ihr solltet Euch was schämen zu streiken, Ihr habt keine Sympatien mehr.

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