Betrugsdezernat fühlt sich betrogen
Die Diensträume des Betrugsdezernats des LKA Berlin befindet sich im Gebäude des Flughafen Tempelhof. Bei einer Überprüfung der Räumlichkeiten durch einen Sicherheitsingenieur der Polizei stellte dieser nun erhebliche Baumängel fest.
Die Mängel waren so gravierend, dass der Vorsitzende der GdP-Bezirksgruppe im Landeskriminalamt (LKA), Robert Hobrecht, diese als „Als eine ungeheuerliche Schlamperei“ bezeichnete. Die gefährliche Baumängel wurden gerade in dem vom Betrugsdezernat angemieteten Räumen festgestellt. Diese befinden sich im Gebäudeteil C2/G2, im 2. und 3. Obergeschoss.
Bei der Überprüfung der Baumängel fand der Sicherheitsingenieur ungesicherte elektrische Leitungsanlagen in den Fluren. Außerdem wurden gesetzlich vorgeschriebene Brandschutzmaßnahmen und der Einbau von Brandschutzdecken seit 2006 verschleppt.
Nun fühlt man sich bei der Polizei durch den Vermieter des Objekts, der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), hinters Licht geführt.
Deshalb hat die Polizeiführung nun reagiert und Anzeige wegen Verstoßes gegen § 50 der Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (Betriebs-Verordnung – BetrVO) vom 10. Oktober 2007 beim zuständigen Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg erstattet.
Nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen sollen die Missstände, auch auf Drängen der Polizeigewerkschaft, schnellstens beseitigt werden.