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Ein großformatiges Bilder- und Sachbuch führt Kinder und Erwachsene auf 80 Seiten rund um die Welt — mit Brot als verbindendem Thema. „Brot in aller Welt“ erzählt von Backtraditionen, bringt Rezepte und zeigt, wie vielfältig dieses Grundnahrungsmittel kulturell verankert ist.
Aufbau: Eine Weltkarte, Kontinente und lokale Backstuben
Das Buch ist reich illustriert und gliedert sich geografisch: jede Region der Erde erhält ein eigenes Kapitel. Karten und Alltagsillustrationen geben zunächst einen Überblick, bevor das Augenmerk in eine konkrete Stadt, Straße oder Bäckerei zoomt.

So führt die Reise etwa nach Australien zur Farina Bakery in einer ungewöhnlichen Kleinstadt und in die Backstube, wo ein Rezept für das Maori-Kartoffelbrot Rewena vorgestellt wird. Die Bildseiten erklären ebenfalls, wo Rohstoffe wie **Teff** oder **Taro** herkommen — wichtige Zutaten in lokalen Broten.
Kontinente, Besonderheiten und Rezepte
Die Autorinnen zeigen nicht nur klassische Brote aus Europa und Afrika, sondern berücksichtigen auch entlegene Orte. Selbst die Antarktis ist vertreten: in Forschungsstationen bringen Menschen Backtraditionen aus ihren Herkunftsländern mit. Ein Kapitel widmet sich der McMurdo Station Bakery; dort ist Pizza beliebt und eine Anleitung beschreibt, wie man sich mit Roald Amundsens Haferkeksen ein Stück Polarforschung nach Hause holt.
Der Vorderen Orient ist ausführlich porträtiert, obwohl er keiner geografischen Kontinentkategorie folgt. Leserinnen und Leser lernen Brote wie Challah in Jordanien, Tamees in Saudi-Arabien und Manakish in Syrien kennen. Weitere Rezepte, darunter Chipa und Shokupan, laden zum Nachbacken ein.
Illustration und pädagogischer Anspruch
Die Illustrationen von Anna Desnitskaya sind durchgehend farbig und bildstark. Sie transportieren nicht nur die Aussehen der Brote, sondern auch kulturelle Details: Pflanzen, Tiere, Kleidung und Alltagsszenen erscheinen als stimmige Ergänzung.

Das Buch ist bewusst familien- und schulfreundlich gestaltet. Es eignet sich zum Vorlesen, zum gemeinsamen Entdecken und als Einstieg in Themen wie Ernährung, Handel und Kultur. Die Darstellung zielt darauf ab, Neugier zu wecken und Verständnis für andere Lebensweisen zu fördern.
Was das für Leserinnen und Leser in Städten wie Berlin bedeutet
In multikulturellen Städten fallen kleine Bäckereien und Cafés aus aller Welt nach der Lektüre womöglich stärker ins Auge. Das Buch kann als Impuls dienen, neue Geschmäcker auszuprobieren oder lokale Betriebe bewusst wahrzunehmen.
Die Autorinnen
Die beiden russischen Autorinnen Maria Bakhareva und Anna Desnitskaya haben bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Anna Desnitskaya, in Moskau geboren, studierte an der Moskauer Staatlichen Universität für Druckwesen und lebt heute in Montenegro. Für ihre Illustrationen wurde sie mehrfach preisgekrönt; 2018 war sie für den Astrid Lindgren Memorial Award nominiert.
Maria Bakhareva arbeitete für verschiedene russische Magazine und hat zwei Reiseführer verfasst. Sie lebt mit ihrer Tochter und zwei Katzen in Budapest. „Brot in aller Welt“ ist ihr erstes Kinderbuch.
Publikationsdaten
Brot in aller Welt
Maria Bakhareva und Anna Desnitskaya; übersetzt von Thomas Weiler
Gerstenberg Verlag — Hardcover, 30,0 cm x 24,0 cm, durchgehend farbig, 80 Seiten
Empfohlen ab 10 Jahren. Erscheinungstag: 30.06.2026. ISBN 978-3-8369-6342-8. Preis: 26,00 €.
Weitere Informationen: www.gerstenberg-verlag.de











