500 Kilo schwere Sprengbombe entschärft – Sperrkreis aufgehoben
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wie die Polizei am Montag mitteilte, ist die 500 Kilogramm schwere Sprengbombe russischer Bauart heute Mittag von den Feuerwerkern des Landeskriminalamtes in einer Baugrube in Schmargendorf entschärft worden.
Arbeiter hatten bei Ausschachtungen am vergangenen Donnerstag in der Hubertusallee den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Entschärfung wurde auf heute verlegt, so dass Evakuierungsmaßnahmen gründlich geplant werden konnten. Die Polizeidirektion 2 hatte durch einen Flyer die Anrainer über den 400 Meter Sperrradius informiert und gebeten, ihre Wohnungen/Häuser in der Zeit von 10 Uhr bis zirka 15 Uhr zu verlassen. Es waren etwa 3600 Anwohner betroffen. Diese konnten sich bei Bedarf in einer nahegelegenen Oberschule aufhalten.
Laut Polizei waren die Evakuierungsmaßnahmen gegen 12.30 Uhr beendet. Etwa 200 Personen mussten von den Polizisten aus den Sicherheitsbereich gebracht werden, 16 Krankentransporte wurden veranlasst.
Auch die umliegenden Straßen wurden gesperrt und die Flugsicherung in Schönefeld in Kenntnis gesetzt. Dann begannen um 13.30 Uhr die Polizeifeuerwerker mit der Entschärfung. Nachdem die Spezialisten zwei Zünder entfernt hatten und diese vor Ort sprengten, wurde gegen 15.30 Uhr der Sperrkreis aufgehoben. Die entschärfte Bombe kam zur Vernichtung zum Sprengplatz Grunewald.
Es waren rund 200 Polizisten im Einsatz.