Warnschuss – Polizist wehrt sich gegen betrunkenen Rocker

Warnschuss – Polizist wehrt sich gegen betrunkenen Rocker

Marzahn-Hellersdorf – Gestern Vormittag wurde ein Zivilpolizist in Mahlsdorf bei einer Überprüfung von vier angetrunkenen Personen bedroht. Um sich zu verteidigen musste er einen Schuss aus seiner Dienstwaffe in die Luft abfeuern.

Vorher, etwa gegen 10 Uhr, hielten die Polizisten in der Wolfsburger- Ecke Müllerstraße einen mit zwei Männern im Alter von 24 und 29 Jahren besetzten „BMW“ an. Die Beamten hatten den Verdacht, dass dessen Fahrer wegen seines alkoholisierten Zustandes und des Verdachts der Verkehrsunfallflucht schon zuvor untersagt worden war, das Auto zu fahren.

Bei der anschließenden Überprüfung bedrohten die Männer die Polizisten zunächst verbal. Nachdem der 29-jährige Fahrer, der Mitglied einer Rockergruppierung ist, aufgefordert worden war, in das Polizeifahrzeug einzusteigen, nahm sein Begleiter im Rücken des Beamten eine drohende Haltung ein. Im selben Moment rannten ein weiterer 28 Jahre alter Begleiter und eine 27-jährige Frau auf einen der Polizisten zu und forderte die Beamten lautstark auf, den 29-Jährigen wieder auf freien Fuß zu setzen. Die Situation drohte zu eskalieren. Um die Lage wieder unter Kontrole zu bringen, schoss einer der Beamten einen Schuss aus seiner Dienstwaffe in die Luft ab. Dabei wurde jedoch niemand verletzt.

Bei dem 29-jährigen Fahrer wurde anschließend eine Blutentnahme durchgeführt. Danach kam er wieder auf freien Fuß. Er sieht nun Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Fahrens unter Alkoholeinfluss entgegen.

Foto: Archivbild