Rangeleien bei Dauermahnwache am Pariser Platz
Am Samstagabend kam es zu einer Auseinandersetzung unter Teilnehmern der seit mehreren Tagen andauernden Veranstaltung, die unter dem Thema „Bleiberecht für alle, Abschaffung der Residenzpflicht“ am Pariser Platz abgehalten wird.
Nach Polizeiangaben wurden zwei Polizeibeamtinnen auf zwei Männer aufmerksam, die zunächst offensichtlich verbal in Streit gerieten, der anschließend in eine körperliche Auseinandersetzung durch gegenseitiges Schubsen überging. Die Polizistinnen begaben sich zu den beiden Kontrahenten und forderten sie auf von einander abzulassen. Der Ältere der Kontrahenten soll dann sofort aggressiv auf eine der beiden Beamtinnen los gegangen sein. Er schlug ihr mehrmals gegen den Oberkörper.
Der andere Mann mischte sich unterdessen wieder unter die Versammlungsteilnehmer. Dabei wurde er von einem weiteren Polizisten verfolgt. Bevor er den 19-Jährigen zur Feststellung seiner Personalien festnehmen konnte, geriet dieser noch mit einer anderen unbekannt gebliebenen Person in Streit. Nachdem die Identitäten der beiden 29 und 19 Jahre alten Männer überprüft worden waren, wurden sie vor Ort entlassen. Es wurden Ermittlungen wegen gegenseitiger Körperverletzung und Widerstand gegen Vollzugsbeamte eingeleitet.
Während des Polizeieinsatzes kam es zu einer weiteren Körperverletzung gegen einen eingesetzten Polizeibeamten, der die 29 und 19 Jahre alten Männer zwecks Identitätsfeststellung zu den Polizeifahrzeugen begleitet hatte. Ein zuvor unbeteiligter 23-Jähriger, der sich außerhalb der Versammlung in der Nähe der Polizeifahrzeuge aufhielt, schlug den Beamten mehrfach kräftig gegen die Schulter. Bei der anschließenden Festnahme zur Identitätsfeststellung versuchte sich der Angreifer loszureißen, wobei beide zu Boden stürzten. Beide blieben dabei unverletzt. Nach erfolgter Überprüfung wurde der 23-Jährige vor Ort entlassen. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.