Bankraub: Noch keine Spur von den Tunnelräubern – Polizei sucht Zeugen

Bankraub: Noch keine Spur von den Tunnelräubern – Polizei sucht Zeugen

Steglitz-Zehlendorf – Noch hat die Polizei scheinbar keine brauchbare Spur, die zur Ergreifung der Bankräuber führen könnten. Diese hatten sich in der Nacht zu Montag von einer Tiefgarage in Steglitz durch einen Tunnel bis in den Tresorraum einer Bank gegraben.

Dort entleerten die Täter mehrere Schließfächer und entkamen unerkannt. Erst ein Mitarbeiter des Wachschutzes sah am Montagmorgen gegen 6 Uhr Rauch aus dem Tresorraum des Geldinstitutes in der Schloßstraße aufsteigen und alarmierte die Feuerwehr. Etwas später entdeckten die Feuerwehrleute in einer nahegelegenen Tiefgarage in der Wrangelstraße ebenfalls eine Rauchentwicklung und löschten die Kleinfeuer. Bei den Löscharbeiten entdeckten die Beamten den Zugang zu einem etwa 30 Meter langen Tunnel.

Polizeiangaben zufolge brachen die Täter, nachdem sie über den Tunnel in die Bank gelangt waren, mehrere Kundenschließfächer auf, entwendeten den Inhalt und entkamen unerkannt.

Nun hat ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Da die Kriminalbeamten wegen der Länge des Tunnels von einer mehrwöchigen oder gar mehrmonatigen Bauphase des Tunnels ausgehen, haben die Polizisten folgende Fragen:

Wer hat in den letzten Wochen Baulärm aus der Tiefgarage in der Wrangelstraße hören können?

Wer hat Fahrzeuge zum oder vom Tatort fahren sehen, die eventuell Bauschutt oder Baumaterialien geladen hatten?

Wer hat Beobachtungen über sonstige verdächtige Fahrzeuge oder Personen in der Wrangelstraße gemacht?

Hinweise nimmt das Fachkommissariat des Landeskriminalamtes im Tempelhofer Damm 12 in Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 – 945 101 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Kunden, die ein Schließfach in dem Geldinstitut in der Schloßstraße 46 in Steglitz gemietet haben, werden gebeten, sich bei der Bank unter der Rufnummer (030) 306 33 300 zu melden.

Foto: Archivbild