“Blitzeinbrecher” festgenommen
Mitte – Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden heute 15 Wohnungen und ein Lokal in Berlin durchsucht. Dabei ging die Polizei gegen eine Personengruppe vor, die im Verdacht steht, Blitzeinbrüche begangen zu haben.
So sollen die Beschuldigten unter anderem in Verdacht stehen, am 18. Februar 2013 in einen Elektronikmarkt in Tegel eingebrochen zu sein. Bei den Durchsuchungen, die überwiegend im Stadtteil Wedding durchgeführt wurden, nahmen die Beamten zehn Personen im Alter von 22 bis 37 Jahren vorläufig fest.
Es sollen unter anderem mehrere Videokameras, Handys sowie eine scharfe Pumpgun und Munition beschlagnahmt worden sein. Schon vor einigen Tagen fanden die Ermittler einen „Opel“, mit dem die mutmaßlichen Einbrecher eine weitere Einbruchstat geplant hatten.
Nun wurden die Festgenommenen der Kriminalpolizei überstellt. Im Rahmen der Ermittlungen will man auch klären, ob der Einbruch in ein Zivilfahrzeug der Polizei in der vergangenen Nacht in Zusammenhang mit der festgenommenen Personengruppe steht. Dabei hatten unbekannte Täter in der Prinzenallee in Wedding den Dienstwagen einer Zivilstreife aufgebrochen und Ausrüstungsgegenstände, darunter auch eine Dienstwaffe mit zwei Magazinen, entwendet.
Noch in der gleichen Nacht erhielt die Polizei Hinweise, wonach die gestohlenen Gegenstände in den Charlottenburger Verbindungskanal am Goslarer Ufer geworfen wurden. Eine sofortige Absuche der Wasserschutzpolizei in diesem Bereich führte zum Auffinden der Dienstwaffe und der Munition sowie zwei Schutzwesten. Polizeitaucher, die heute Morgen hinzugezogen wurden, fanden bei der Absuche am Vormittag noch eine weitere Schutzweste am Grund des Kanals. Die Suche nach einem Rucksack und weiteren Gegenständen dauert an.