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Die Staatsanwaltschaft in Lüttich hat eine mögliche Ursache für den großflächigen Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn genannt. Das Feuer hatte bereits grenzüberschreitend Evakuierungen ausgelöst und führte zu einer erheblichen Rauchbelastung bis nach Köln.
Mögliche Ursache und laufende Ermittlungen
Belgische Behörden teilten mit, dass es Hinweise auf eine konkrete Brandursache gebe. Konkrete Details nannten sie dabei bislang nicht; die Ermittlungen laufen weiter.

Die Staatsanwaltschaft prüft Spuren vor Ort und wertet Zeugenaussagen sowie technische Befunde aus. Solange die Untersuchung andauert, vermeiden die Behörden endgültige Schlussfolgerungen.
Aktuelle Lage im Schutzgebiet
Das Feuer im Hohen Venn gilt nach Angaben der Einsatzkräfte inzwischen weitgehend als gelöscht. Dennoch entzünden sich an mehreren Stellen immer wieder Glutnester, die weiterhin bekämpft werden müssen.
Auf der deutschen Seite der Grenze waren Einwohner vorübergehend in Sicherheit gebracht worden. Einsatzkräfte bleiben vor Ort, um Nachbrandherde zu verhindern und die Umgebung zu sichern.
Rauchbelastung und Reichweite
Der Rauch zog großräumig: Nach Berichten reichte die Belastung mehr als 100 Kilometer weit bis in das Kölner Gebiet. Betroffene Regionen meldeten gestörte Sichtverhältnisse und teils merkliche Geruchsbelastung.

Europäischer Kontext: eine außergewöhnliche Waldbrandsaison
Die EU-Kommission bezeichnet die Waldbrandsaison 2026 als ungewöhnlich schwer. Bis zum 12. August war die verbrannte Fläche demnach bereits etwa doppelt so groß wie im Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt des Jahres.
Als Folge wurde der Katastrophenschutzmechanismus bislang zehnmal aktiviert. Das Koordinierungszentrum in Brüssel mobilisiert deshalb Unterstützung aus anderen europäischen Staaten, um Lösch- und Aufräumarbeiten zu unterstützen.
Am Mechanismus beteiligen sich neben den 27 Mitgliedstaaten der EU zusätzlich zehn weitere europäische Länder.
fmg mit dpa/afp/epd/kna












