Nazi‑Schiffe bei Niedrigwasser sichtbar – an Bord tödliche Fracht

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Das anhaltende Niedrigwasser in der Donau legt bei Prahovo in Serbien mehrere im Flussboden versunkene Kriegsschiffe frei. Die freigelegten Reste aus dem Zweiten Weltkrieg bergen Sprengstoff und ziehen Schaulustige an – zugleich laufen Bergungsarbeiten, die riskant und aufwendig sind.

Warum die Wracks dort liegen

Ende des Zweiten Weltkriegs versenkte die deutsche Marine im Bereich des sogenannten Eisernen Tors Teile ihrer Schwarzmeerflotte. Ziel war, den Fluss für die vorrückenden sowjetischen Streitkräfte unpassierbar zu machen.

Rostiges Wrackfragment der Donau am Flussbett
Reste eines im Zweiten Weltkrieg versenkten Schiffs am Donauufer

Historischen Angaben zufolge wurden damals rund 200 Wasserfahrzeuge versenkt. Einige dieser Wracks liegen heute vor der serbischen Hafenstadt Prahovo und treten bei niedrigem Wasserstand wieder zutage.

Explosive Gefahr und laufende Bergungen

Die geborgenen Schiffe enthalten nach Behördenangaben noch Munition und Blindgänger. Das macht die freigelegten Reste zu einer akuten Gefahrenquelle für Schifffahrt und Anwohner.

Spezialisten bei der Bergung von Munition am Flussufer
Bergungskräfte sichern und entfernen Munition von freigelegten Wracks

„Da sich dort gefährliche Fracht, Minen und Blindgänger befinden, müssen wir uns um die Sicherheit kümmern, die für uns hier Priorität hat“, sagte der stellvertretende Minister für Wassertransport und Schifffahrtssicherheit, Vladimir Batalović, im April gegenüber dem staatlichen Fernsehsender RTS.

Nach Angaben der Behörden wurden in der Region bisher 14 von insgesamt 21 Wracks geborgen. Die verbleibenden sieben sollen bis 2027 aus der Donau entfernt werden. Die andauernde Trockenheit erleichtert die Arbeiten, weil Taucheinsätze in großer Tiefe seltener nötig sind und die Bergung direkt an den freiliegenden Stellen beginnen kann.

Schaulust und Sicherheitsbedenken

Fotos der Nachrichtenagentur AFP zeigen, wie Menschen an den freigelegten Metallgerippen auf Sandbänken im Fluss Interesse zeigen. Auf den Aufnahmen ist wenig Vorsicht erkennbar, obwohl die Gefahr real bleibt.

Behörden betonen, dass Sicherheit Vorrang hat. Die Bergungsarbeiten sollen den betroffenen Donauabschnitt wieder befahrbar und ökologisch stabilisieren, sobald die Blindgänger entfernt sind.

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