Bahnstreik: Ab Dienstag (17.05.11) streiken die Lokführer unbefristet
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft die Lokomotivführer der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) am heutigen Dienstag ab 12 Uhr zu einem Arbeitskampf auf. Das Ende des Streiks will die GDL gesondert bekannt geben.
Laut GDL verweigert die NOB trotz massiver Arbeitskämpfe im März, April und Mai nach wie vor jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen.
Den Lokomotivführern geht es in diesem Tarifkonflikt um den sozialen Schutz bei berufsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit und um Schutz vor Arbeitslosigkeit/Lohneinbußen bei einem Betreiberwechsel. Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es gravierende Einkommensunterschiede. So liegt der Einstiegslohn für Lokomotivführer inklusive Zulagen gut 2 000 Euro im Jahr unterhalb der einheitlichen Rahmenregelungen von knapp 33 000 Euro, die die GDL bereits für 90 Prozent aller Lokomotivführer abgeschlossen hat. Nach 25 Jahren Berufserfahrung liegt der Jahreslohn 5 000 Euro darunter. Außerdem wird bei der Nord-Ostsee-Bahn eine Stunde länger (40-Stunden) pro Woche gearbeitet.
Die GDL hat signalisiert, dass sie bei der Verknüpfung des Haustarifvertrags mit den inhaltsgleichen Rahmenregelungen bereit ist, die wirtschaftliche Situation der NOB zu berücksichtigen und eine Angleichung an das Marktniveau in vernünftigen Schritten vollziehen. Der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord Lutz Schreiber erklärte dazu: „Wir haben einen langen Atem. Deshalb sollte die NOB den Tarifkonflikt nicht noch länger eskalieren lassen, sondern sich schnellstens wieder an den Verhandlungstisch setzen.“
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