Gewerkschaft kündigt Manteltarifvertrag mit der BVG
Am Freitag teilte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit, dass man zum 31. Dezember 2012 den Manteltarifvertrag mit der BVG bzw. Berlin Transport (BT) gekündigt habe. Nun will die Gewerkschaft mit neuen Forderungen an den Arbeitgeber herantreten.
Die Kündigung wurde laut Gewerkschaft durch die zuständige Tarifkommission mit großer Mehrheit beschlossen. Das Schreiben ist dem Kommunalen Arbeitgeberverband und der BVG-Geschäftsführung bereits zugestellt worden. Nun will man erste Verhandlungstermine mit der Arbeitgeberseite vereinbaren. Der Manteltarifvertrag regelt die Arbeitsbedingungen und nicht das Einkommen. ver.di will jetzt mit der Arbeitgeberseite über folgende Forderungen verhandeln:
1. Die Arbeitszeit aller Beschäftigten soll auf 38 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich festgelegt werden. Zurzeit gibt es bei der BVG bzw. BT unterschiedliche Arbeitszeiten, die Alt-Beschäftigten arbeiten nach einem Absenkungstarifvertrag von 2005 36,5 Stunden pro Woche, die Neubeschäftigten 39 Stunden.
2. ver.di fordert die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Zurzeit werden bei der BVG 416 junge Menschen in unterschiedlichen kaufmännischen und technischen Berufen ausgebildet. Es werden nur ca. 60 Prozent der Ausgebildeten nach 366 Tagen übernommen.
3. ver.di will mit den Arbeitgebern eine Quote festlegen, die genau definiert, wie viele Aufgaben an Fremdfirmen vergeben werden dürfen, um im Unternehmen Arbeitsplätze zu sichern.
4. Es wird ein Urlaubzuschuss von 400.- Euro pro Jahr für jeden Beschäftigten gefordert, der allerdings nur ver.di-Mitgliedern zustehen soll.
5. Eine weitere Forderung ist, dass der 31. Dezember als arbeitsfrei gilt. Diejenigen, die regulär an diesem Tag arbeiten müssen, hätten Anspruch auf entsprechende Zulagen und einen Zeitausgleich.