Berliner Stadtbaumkampagne startet – Kritik von den LINKEN
Mit der Stadtbaumkampagne will man den Verlust von Straßenbäumen entgegenwirken. Die Kampage “Gemeinsam für Stadtbäume” wurde am Mittwoch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gestartet. Das Ziel ist die Pflanzung von bis zu 10.000 zusätzlichen Straßenbäumen bis 2017.
Fakt ist, dass seit Jahren in Berlin mehr Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt werden. Die Gründe für den Verlust sind laut Senat Krankheiten, Überalterung oder Schädlingsbefall. Mit der Stadtbaumkampagne, sollen die Bäume ersetzt werden, die in den letzten Jahren gefällt wurden und auf Grund fehlender Finanzmittel bisher nicht nachgepflanzt werden konnten. Die Stadtbaumkampagne ruft die Berlinerinnen und Berliner auf, mit einer Spende dazu beizutragen, dass Berlin eine der grünsten Städte Europas bleibt. Wie viele Bäume gepflanzt werden können und wie erfolgreich die Kampagne sein wird hängt somit in hohem Maße von der Spendenbereitschaft der Berliner Bevölkerung und auch der Berliner Unternehmen ab.
Am Mittwoch hat Senator Michael Müller gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Andreas Geisel und Vertretern dreier weiterer Bezirke den ersten Kampagnenbaum in Lichtenberg gepflanzt. Senator Michael Müller sagte: “Zusammen wollen wir 10.000 Bäume pflanzen. Wir geben dafür Landesmittel, aber wir werben auch für das Engagement und für Spenden der Berlinerinnen und Berliner.”
Kein Bock auf Gärtner
Das Ziel der Stadtbaumkampagne, zusätzliche Straßenbäume zu pflanzen und nachhaltig zu pflegen sieht die Berliner LINKE eher kritisch. Diese hatte moniert, dass in Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg bis zum Jahr 2016 ein Viertel aller Gärtnerinnen und Gärtner in den Ruhestand gehen, die Stellen nach dem Willen des Senats jedoch nicht wieder besetzt werden. In Mitte soll demnach der Etat für die Grünflächen – im Vergleich zu 2010 – um eine Million Euro gekürzt werden. Die haushaltspolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE, Manuela Schmidt, forderte: “Der Senat muss jetzt umsteuern! Da bis 2018 ein Drittel der Beschäftigten in den Bezirken ausscheidet, braucht Berlin keine Abbauvorgaben, sondern massive Einstellungen im Öffentlichen Dienst.”