Polizei schnappt Taxiräuber nach Messerattacke

Polizei schnappt Taxiräuber nach Messerattacke

Am Mittwochmorgen haben Polizisten einen Mann nach einer gefährlichen Körperverletzung in Mitte festgenommen. Wie sich erst später herausstellte, handelt es sich bei dem Schläger um den seit einiger Zeit gesuchten “Taxiräuber”.

Alles begann damit, dass ein 28-Jähriger eine fünfköpfige Gruppe in der Torstraße, unvermittelt angegriffen hatte. Er schlug einem Mann eine Bierflasche auf den Kopf, zwei weitere Männer verletzte er mit einem Messer. Anschließend flüchtete der Mann in Richtung Prenzlauer Berg.

Die alarmierten Polizeibeamten entdeckten dann gegen 6.45 Uhr den Messerstecher, der offensichtlich selbst Schnittverletzungen erlitten hatte, blutverschmiert in der Zehdenicker Straße in Höhe Weinbergsweg. Sie nahmen ihn fest. Das Messer, das er kurz vor der Festnahme weggeworfen hatte, stellten die Polizisten als Beweismittel sicher. Der Mann wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurden seine Schnittwunden versorgt.

Nachdem die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hatte, ergab sich schnell der dringende Tatverdacht, dass der 28-jährige Messerstecher auch einen Raubüberfall auf einen Taxifahrer verübt haben könnte, der in der Nacht zum Mittwoch passierte. Dabei hatte sich der Täter vom Alexanderplatz in die Fröbelstraße fahren lassen. Dort hatte er vom Taxifahrer Geld verlangt und war anschließend mit dem Auto geflohen.

Den Ermittlern kam nun der Verdacht, dass der 28-Jährige am 22. Februar 2012 gegen Mitternacht in Alt-Friedrichsfelde auch einen weiteren Taxifahrer bedroht hatte. Die Raubtat wurde vermutlich nur durch die schnelle Flucht des Taxifahrers verhindert. Nach einer Hausdurchsuchung konnten die Ermittler auch noch „Beute“ sicherstellen, die aus einem Raubüberfall auf ein Sportgeschäft in der Nürnberger Straße in der vergangenen Woche stammte.

Die Polizei überstellte den 28-Jährigen nun an ein Raubkommissariat. Laut Polizei soll er am noch Donnerstag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Noch ist nicht ganz klar, ob dem Mann womöglich weitere Raubtaten der vergangenen Wochen in Berlin und anderen Bundesländern zugeordnet werden können. Die Polizei schließt dies jedoch nicht aus.