Demonstration gegen den neuen Groß-Flughafen in Schönefeld
Alle waren sie gekommen die Rangsdorfer, die Zeuthener, die Kladower, die Schulzendorfer, die Wildauer, die vom Müggelsee und auch der ProblemBER. Sogar den Fluglärm hatten sei dabei.
Der Demonstrationszug füllte die Friedrichstraße von oberhalb der Straße unter den Linden bis beinahe zur Kochstraße. Die Stimmung der Demonstranten war mindestens so mies, wie das Wetter. Aber nicht der Dauerregen schlug den Menschen die hier gekommen waren aufs Gemüt, sondern der neue Großflughafen in Schönefeld und die damit verbundenen Flugrouten.
Zur Demo aufgerufen hatte der Bürgerverein Berlin-Brandenburg. Der fordert nichts weniger, als den Flughafen in Sperenberg zu bauen. Schönefeld solle schon aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gehen.
Mehrheitlich richtete sich der Protest jedoch gegen die bestehenden Flugrouten, z.B. über den Müggelsee, das geplante Flug-Drehkreuz, die zu erwartenden Nachtflüge und den gefürchteten Fluglärm. Man kritisierte in scharfen Tonfall, dass die Landesregierung unter Führung von Wowereit zu wenig auf die Belange der Bürger aus den betroffenen Regionen eingegangen sei. Außerdem glauben die Protestler, dass wirtschaftlichen Interessen ein größerer Stellenwert beigemessen wird, als den Menschen vor Ort.