Rohrbomben an der 1. Mai Demo-Route entdeckt – Zündfähigkeit unklar
Was friedlich begann, lief am Abend des ersten Mai vor dem Jüdischen Museum doch noch aus dem Ruder. Einige wenige Randalieren brachten die ganze „Revolutionäre 1. Mai Demo“ in den Ruf, doch nur wieder eine dieser berühmt-berüchtigten Krawall-veranstaltungen zu sein. Und nun stellt sich auch noch heraus, dass die Polizei an der Wegstrecke drei Rohrbomben fand.
In der Sitzung des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus erklärte die amtierende Polizeipräsidentin, Margarete Koppers, am Montag, dass man an verschiedenen Stellen der Demonstrationsroute Metallröhren entdeckt hätte, die jeweils mit einer Zündlunte versehen gewesen seien.
Nun prüfen Sprengstoffexperten des LKA, welche Auswirkungen die Detonation dieser drei Rohbomben im Falle ihrer Explosion gehabt hätten. Es soll auch untersucht werden, ob die „Bombenbauer“ die Zündung aus Skrupel von sich aus nicht durchgeführten oder ob die Rohrbomben wegen eines technischen Defektes nicht explodiert seien.Klar ist schon jetzt, dass die Polizei bei einem derartigen Gefährdungspotenzial künftig noch strenger durchgreifen wird. Der Einsatz von gepanzerten Polizeifahrzeugen vor dem Springer-Gebäude am 1. Mai (siehe Foto) könnte dann bald zur reinen Routine verkommen.
Foto oben: Polizeikette zur Absperrung der Axel-Springer-Straße am 1. Mai 2012
Foto mittig: Gepanzerte Rollfahrzeuge der Polizei sollten am 1. Mai im Ernstfall zum Einsatz kommen
