So wollen die GRÜNEN 100.000 neue Jobs in Berlin schaffen
Ein Wahlkampfversprechen, wie aus dem Bilderbuch. Eines was man nach der Wahl dem “Faktencheck” unterziehen könnte. Ein Versprechen also, über das es sich möglicherweise nicht zu berichten lohnt, weil davon auszugehen ist, dass die Prüfung erst dann erfolgen kann, wenn es sowieso zu spät ist – nach der Wahl.
Am Freitag machten sich die GRÜNEN in Berlin daran, zu erklären, wie man in Berlin 100.000 neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen könnte. Renate Künast lies es sich nicht nehmen, diesen Teil des Wahlprogrammes höchst selbst zu erklären. Begleitet wurde die Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin von Volker Ratzmann, Vorsitzender der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.
Zunächst bescheinigten die GRÜNEN Berlin „die rot-rote Laterne“ in Bezug auf die wirtschaftliche Schlagkraft der Hauptstadt: “Berlin – das ist die Hauptstadt der Erwerbslosigkeit.” Renate Künast äußerte dazu: „Der Aufschwung in Deutschland geht an Berlin vorbei und der rot-rote Senat hat unter Wowereit das Thema Wirtschaft sträflich vernachlässigt.“
Die GRÜNEN wollen künftig einiges anders machen in dieser Stadt. Und so soll es gehen:
Gesundheit für die Stadt
Hier soll es die Charité richten: „Die Zukunft der Gesundheitswirtschaft ist die Zukunft der Charité“, sagte Renate Künast. Darum braucht der Gesundheitsversorger strukturelle und finanzielle Unterstützung vom Senat. Vivantes und Charité sollen nicht länger zwischen vier Senatsverwaltungen zerieben werden. So will man eine effiziente Zusammenarbeit erreichen und die medizinischer Versorgung, Forschung und Lehre weiter ausbauen.
Berlin – ein kreativer Schatz
Im Fokus der GRÜNEN steht auch die Kreativwirtschaft, die Umwelttechnologie, der Tourismus und die Kommunikation. Hier soll mit Fördermodellen nachgeholfen werden, die jedoch besser und neu überdacht sein sollen. Inwieweit der angekündigte Kreativbeirat zu neuen Jobs verhelfen soll, wird nicht wirklich klar.
Umwelt- und Klimaschutz schaffen Arbeit
Hier bewegte man sich wieder auf heimischen Terrain. Es wurden sogar konkrete Zahlen genannt. Demnach soll die Energetische Sanierung 25 000 neue Arbeitsplätze bringen. Berlin soll Vorreiter in Sachen Klimaschutz- und Umwelttechnologie werden. Die GRÜNEN wollen die 2012 am Flughafen Tegel freiwerdende Fläche zu einem Innovationspark Tegel machen, wo Spitzenforschung und Industrie gemeinsam modernste Technologien für die ganze Welt entwickeln. So soll Berlin Stadt der Elektromobilität werden. Ja und dann natürlich noch Vorreiter einer zukunftsorientierten Technologie, die außerdem noch das Klima schützt. Abgerundet sieht man das Konzept dadurch, dass man ganz nebenbei noch einen grünen Tourismus etablieren will.
Einige der Ideen sind nicht wirklich neu und werden seit Jahren diskutiert. Eines haben alle Vorschläge gemeinsam, Industriearbeitsplätze für den “Mann oder die Frau auf der Straße” werden diese Jobs nicht ersetzen.
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