Streik bei Karstadt
Für den heutigen Freitag hat die Gewerkschaft ver.di bundesweit die Beschäftigten von Karstadt zu Streiks und Aktionen aufgerufen. Vor der nächsten Verhandlungsrunde Mitte November will man so den Druck auf die Karstadt-Geschäftsführung erhöhen.
In Berlin sollen nach Angaben der Gewerkschaft fast alle Karstadt-Häuser beteiligt sein. Grundsätzlich will die Gewerkschaft Forderungen nach dem Abschluss eines Tarifvertrags durchsetzen. Außerdem fordert ver.di, eine Standort- und Beschäftigungssicherung und die Rückkehr in die Tarifbindung.
Arno Peukes, ver.di-Verhandlungsführer der Karstadt-Bundestarifkommission erklärte: „Die Eigentümer Nicolas Berggruen und René Benko müssen endlich deutlich machen, wohin die Reise gehen soll. Die Verunsicherung der Beschäftigten, noch angeheizt durch die Berichterstattung über eine angebliche Schließung des Stuttgarter Hauses, muss ein Ende haben – die Menschen brauchen endlich Klarheit darüber, dass Karstadt nicht nur als Markenname, sondern auch als zuverlässiger Arbeitgeber erhalten bleibt.
Zum Teil soll auch noch am Samstag gestreikt werden. Zeitgleich zu den Streiks finden in vielen Filialen Betriebsversammlungen bis deutlich in die Öffnungszeiten hinein statt.