Hochwasser: Sachsen bittet um Hilfe, Platzeck sagt zu – Krisenmanagementzentrum aktiv

Hochwasser: Sachsen bittet um Hilfe, Platzeck sagt zu – Krisenmanagementzentrum aktiv

Potsdam – Am Montag sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck dem Freistaat Sachsen jede mögliche Hilfe bei der Bekämpfung des Hochwassers zu. Unterdessen aktivierte Innenminister Woidke das brandenburgische Koordinierungszentrum Krisenmanagement.

In der Nacht zu Montag bat Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in einem Telefonat um Unterstützung. Die beiden Ministerpräsidenten einigten sich zunächst darauf, dass eine Brandschutzeinheit mit 103 Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz und 35 Helfer des Technischen Hilfswerks aus Lübben (Spreewald), Cottbus, Eberswalde und Fürstenwalde/Spree die Einsatzkräfte im sächsischen Landkreis Leipzig bei der Bekämpfung der Fluten unterstützt. Die Brandschutzeinheit traf am frühen Morgen in Borna ein. Die THW-Helfer unterstützen die Kräfte in Grimma.

Angesichts der sich weiter verschärfenden Hochwasserlage im Landessüden Brandenburgs aktivierte Innenminister Dietmar Woidke noch in der zurückliegenden Nacht das brandenburgische Koordinierungszentrum Krisenmanagement. Er betonte jedoch: „Es besteht derzeit keine akute Überschwemmungsgefahr für Brandenburg.“

Woidke erklärte: „Wir müssen aber in den nächsten Tagen mit weiter steigenden Wasserständen rechnen. Deshalb handeln wir frühzeitig, um für alle Lagen gewappnet zu sein.“ Platzeck wollte sich heute mittag zunächst im Koordinationszentrum Krisenmanagement in Potsdam und später in Herzberg selbst ein Bild von der Lage machen.

Für den Notfall stehen im Landeskatstrophenschutzlager in Beeskow große Mengen an Material zum Hochwasserschutz zur Verfügung, das von den Landkreisen über den Meldekopf abgerufen werden kann. In Beeskow lagern unter anderem drei Millionen Sandsäcke, Sandsackfüllmaschinen, Pumpen und Scheinwerfereinheiten.

Foto: Archivbild