Berlin – Am kommenden Wochenende führt die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) einen bundesweiten Erzwingungsstreik durch. Gestreikt wird vom 17. Oktober um 15 Uhr im Güterverkehr und vom 18. Oktober um 2 Uhr im Fern- und Regionalverkehr bis zum 20. Oktober um 4 Uhr.

Mit dem Streik will die GDL eine Überstundenbegrenzung, bessere Schichtpläne, fünf Prozent mehr Tabellenentgelt und verbesserte Arbeitszeitregelungen durchsetzen. Die Deutsche Bahn (DB) reagierte in einer ersten Stellungnahme empört: “Mit ihrer 50-stündigen Streikankündigung über das komplette Ferienwochenende hat der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky jedes Maß verloren. Die GDL läuft Amok.“ Das erklärte die DB am Freitag und verwies darauf, dass am Samstag und Sonntag in rund der Hälfte der Bundesländer die Schulferien beginnen oder zu Ende gehen. Die Bahn unterstellt der GDL “Machtgelüste”. Die DB äußerte weiter: “Immer deutlicher werde, dass es nicht um die Interessen der Lokomotivführer gehe, sondern um Allmachtsphantasien eines Funktionärs.”